Waffenschieber-Ring in Pathum Thani gesprengt: Facebook-Dealer gefasst

Ein 28-Jähriger verkaufte monatelang illegale Waffen über eine geschlossene Facebook-Gruppe. Nach dem Zugriff in seinem Haus in Pathum Thani stehen die Ermittler nun vor einem weit größeren Abgrund hinter dem florierenden Online-Handel.

Waffenschieber-Ring in Pathum Thani gesprengt: Facebook-Dealer gefasst
ThaiRath

PATHUM THANI, THAILAND – Monatelang posierte ein 28-Jähriger in einer privaten Facebook-Gruppe mit Schusswaffen. Jetzt klickten die Handschellen. Cyber-Ermittler verfolgten den digitalen Auftritt des Verdächtigen bis zu einem Haus in Pathum Thani und hoben dort ein illegales Waffenlager aus.

Schrotflinte und 245 Schuss Munition entdeckt

Am Dienstag, den 23. Juni, rückten Beamte mit einem Durchsuchungsbeschluss des Provinzgerichts Thanyaburi an. Im Haus im Bezirk Thanyaburi nahmen sie den Verdächtigen Patima Charoensuk fest.

Bei der Razzia beschlagnahmte die Polizei eine in Thailand gefertigte kurzläufige Schrotflinte. Dazu kamen 245 Schuss Munition verschiedener Kaliber wie .380, .38 und .32 sowie Schrotpatronen der Kaliber 20 und 12.

Das digitale Prahlen führte die Polizei auf die Spur

Die Cyber-Polizei unter der Leitung von Polizeigeneralleutnant Surapol Prembutr war dem Mann über Monate hinweg gefolgt. Ausgangspunkt war eine private Facebook-Gruppe, in der der 28-Jährige regelmäßig Waffen zur Schau stellte.

Die Ermittler sammelten Beweise, überwachten die Online-Aktivitäten und zogen schließlich die Verbindung zum mutmaßlichen Handel. Polizeigeneralmajor Sarayuth Junnawat beaufsichtigte die Untersuchung, die schließlich zum Durchsuchungsbeschluss führte.

Geständnis nach der Festnahme

Gegenüber den Beamten räumte Patima Charoensuk ein, seit mehr als einem Jahr mit Waffen und Munition gehandelt zu haben. Er lieferte Details zu seinem Geschäftsmodell und seinen Quellen.

Die Waffen bezog er demnach von einem Netzwerk aus Partnern, die sie direkt lieferten oder auf Bestellung beschafften. Die dazugehörige Munition stammte laut Polizei von verschiedenen Schießständen.

5000 Baht Einkauf, 10.000 Baht Verkauf

Der illegale Handel warf ordentliche Gewinne ab. Für eine Schusswaffe zahlte der Verdächtige laut Ermittlungen zwischen 5.000 und 6.000 Baht und verkaufte sie für 8.000 bis 10.000 Baht an seine Kunden weiter.

Beim Geschäft mit der Munition verdiente er pro Schachtel 400 bis 500 Baht dazu. Die Cyber-Polizei sieht darin ein System zur Versorgung eines wachsenden Untergrundmarktes mit günstigen Waffen.

Die Jagd auf das Netzwerk beginnt

Mit dem Geständnis und den sichergestellten Beweisen weiten die Beamten ihre Ermittlungen nun massiv aus. Die Fahnder arbeiten daran, Lieferanten, Vermittler und Abnehmer zu identifizieren, die in den Handel verwickelt sind.

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Gleichzeitig analysiert die Polizei die beschlagnahmte Munition und wertet die während der monatelangen Online-Überwachung gesammelten Daten aus, um Transportrouten und weitere Beteiligte zu ermitteln.

Anklage und nächste Schritte

Patima Charoensuk wurde inzwischen wegen unerlaubten Besitzes von Schusswaffen und Munition angeklagt und zur Polizeistation Thanyaburi überstellt. Die Beweismittel wurden sichergestellt.

Der Fokus der Ermittler liegt nun auf der Zerschlagung des gesamten Handelsnetzwerks. Die Polizei baut aktiv Fälle gegen weitere Verdächtige auf, die eine Rolle in dem florierenden Untergrundmarkt gespielt haben sollen.

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Quelle: Thai Examiner

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