41 Tote und Schmiergeld-Verdacht nach Nachtclubbrand

Die Ermittler untersuchen neben der Brandursache und möglicher Polizeinachlässigkeit auch Kontospuren zu mutmaßlichen Zahlungen an Polizisten. Mehr als 11 Millionen Baht wurden ausgezahlt.

Tödliche Brandkatastrophe Bangkok: Zyanid im Rauch tötete die Opfer
The Nation

BANGKOK, THAILAND – Die Zahl der Toten nach dem Brand in einem Nachtclub in Bangkok ist auf 41 gestiegen. Zwei weitere Verletzte erlagen ihren schweren Verletzungen, während Ermittler zugleich Hinweisen auf mögliche Zahlungen des Lokals an Polizisten nachgehen.

Zwei weitere Brandopfer gestorben

Bei den beiden jüngsten Opfern handelt es sich um Kunden des Lokals Rong Beer Na Lat Phrao im Bezirk Chatuchak. Ein Mann hatte sich im Rajavithi Hospital in kritischem Zustand befunden, eine Frau wurde im Taksin Hospital behandelt.

Beide hatten bei dem Brand schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei bestätigte den Anstieg der Opferzahl am 18. August.

Feuer kurz vor Mitternacht ausgebrochen

Das Feuer brach am 12. Juli kurz vor Mitternacht aus. Der Brand gilt als tödlichstes Feuer in Thailand seit dem Unglück im Santika Club im Jahr 2009, bei dem 67 Menschen starben.

Die Ermittler prüfen die Ursache des Feuers sowie mögliche Versäumnisse der Polizei. Auch der Verdacht, dass unzulässige Vorteile verlangt wurden, ist Teil der Untersuchung.

Mehr als 11 Millionen Baht als Entschädigung

Das Hilfsbüro des Justizministeriums für Verletzte und Beschuldigte in Strafverfahren zahlte nach eigenen Angaben mehr als 11 Millionen Baht an Entschädigungen aus.

Die Zahlungen stehen im Zusammenhang mit den Menschen, die bei dem Brand verletzt wurden.

Kontospuren führen zu Zahlungen an Polizei

Die Ermittlungen wurden ausgeweitet, nachdem Kontounterlagen laut den Angaben Hinweise auf Überweisungen mit Verbindung zu dem Lokal enthielten. Dabei geht es um den Verdacht, dass Geld an Polizisten geflossen sein könnte.

Ein enger Vertrauter des Eigentümers, der nur als Niw bezeichnet wird, bestritt, von solchen Zahlungen gewusst oder sie selbst vorgenommen zu haben. Er erklärte, lediglich die täglichen Einnahmen und Ausgaben des Lokals verwaltet zu haben.

Korruptionsbehörde befragt Zeugen

Niw übergab sein Mobiltelefon und die zugehörigen Kontounterlagen zur Prüfung. Fragen zu den Zahlungen müssten an den Eigentümer gerichtet werden, sagte er, da er nicht der Manager des Lokals gewesen sei.

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Die Korruptionskommission für den öffentlichen Sektor hat nach vorliegenden Angaben Niw und Mitarbeiter des Lokals vorgeladen. Ermittler sollen auf seinem Telefon Hinweise auf eine kürzlich erfolgte Zahlung an die Polizei gefunden haben; der Empfänger ist bislang nicht bekannt.

Zwei Ermittlungsstränge laufen parallel

Die Metropolitan Police Division 2 untersucht weiterhin die Brandursache, mögliche Nachlässigkeit von Polizisten und den Verdacht auf unzulässige Forderungen. Parallel nimmt die Korruptionskommission Informationen und Aussagen von Polizeibeamten entgegen.

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Sollten Polizisten oder Angehörige anderer Behörden betroffen sein, übernimmt die Korruptionskommission die Vorladungen und weitere Schritte. Die Division 2 führt die strafrechtlichen Ermittlungen und Disziplinarverfahren fort.

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Quelle: Thaiger
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