PATTANI, THAILAND – Entschärfer haben in einem Einkaufszentrum in Pattani einen fast 50 Kilogramm schweren Sprengsatz unschädlich gemacht. Die Bombe war in einem Motorrad mit Seitenwagen versteckt, die EOD-Einheit arbeitete mehr als zwei Stunden mit einem Roboter. Bei drei vorherigen Explosionen und dem Einsatz der Entschärfer wurden nach vorläufigen Angaben keine Menschen verletzt.
Roboter trennt Zündsystem des Sprengsatzes
Die Polizei entdeckte das abgestellte Motorrad mit Seitenwagen auf dem Gelände des Einkaufszentrums im Unterbezirk Bana im Bezirk Mueang. Auf dem Fahrzeug lagen drei Boxen, darunter eine Signalbox und Kartonschachteln, die mit dem verdächtigen Gegenstand in Verbindung standen.
Die EOD-Einheit untersuchte das Fahrzeug zunächst mit einer Drohne und schickte anschließend einen Roboter vor. Aus sicherer Entfernung durchtrennte der Roboter das Zündsystem, bevor die Beamten die Ladung nach den vorgesehenen Verfahren zerstörten.
Gasflasche mit rund 40 Kilogramm Sprengstoff
Bei der Untersuchung stellten die Einsatzkräfte eine umgebaute Gasflasche fest, die mit etwa 40 Kilogramm Sprengstoff gefüllt war. Später wurde die gesamte Bombe mit einem Gewicht von knapp 50 Kilogramm angegeben.
Zusätzlich befanden sich rund sieben Gallonen Benzin in der Konstruktion. Der Sprengsatz war als zeitgesteuerte improvisierte Bombe angelegt, detonierte jedoch nicht.
Keine weiteren Verletzten gemeldet
Nach der erfolgreichen Zerstörung der Bombe wurde das Motorrad mit Seitenwagen zur Sicherheit in einen offenen Bereich gebracht.
Die Behörden untersuchen nun das Einkaufszentrum, Gebäude, Lagerhallen und Sachwerte in der Umgebung auf Schäden. Bei den drei vorangegangenen Explosionen gab es nach ersten Angaben keine schweren Schäden; Mitarbeiter und Besucher blieben unverletzt.
Polizei prüft mögliche Fernzündung
Die Ermittler halten es für möglich, dass der Zündmechanismus oder ein Teil der elektrischen Schaltung beschädigt wurde, als die Täter die Bombe auf das Gelände brachten. Wäre sie detoniert, hätte sie nach Einschätzung der Beamten schwere Schäden verursachen können.
Die Polizei prüft außerdem, ob das abgestellte Fahrzeug die Einsatzkräfte anlocken sollte. Nach dieser vorläufigen Einschätzung könnte eine Zündung aus der Entfernung geplant gewesen sein, um Menschen zu treffen.
Ermittler sammeln Beweise im abgesperrten Bereich
Polizeigeneralleutnant Piyawat Chaloemsri, Leiter der Region-9-Polizei, inspizierte den Fundort gemeinsam mit der EOD-Einheit und Kräften aus drei Behördenbereichen. Die Beamten halten das Gelände weiter abgesperrt und prüfen das Zündsystem vollständig.
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Parallel dokumentieren die Ermittler die Schäden und sichern Beweise, um die Gruppe hinter den Explosionen zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen.

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