Täuschung mit Folgen: Fake-News-Topliste 2025

Täuschung mit Folgen: Fake-News-Topliste 2025
Thaitabloid

BANGKOK, THAILAND – Thailands Anti-Fake News Centre (AFNC) hat die fünf Falschmeldungen benannt, die 2025 in sozialen Netzwerken die meisten Reaktionen ausgelöst hatten und damit erhebliche Risiken für Sicherheit, Gesundheit und Vermögen der Bevölkerung bargen.

Regierung präsentiert Bilanz der Falschmeldungen

Die Auswertung wurde in Bangkok von Wetang Puangsub, Sprecher des Ministeriums für digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DES), vorgestellt. Die Beobachtung und Analyse der Inhalte sei im Rahmen der Regierungspolitik zur Abwehr von Bedrohungen der nationalen Sicherheit und gesellschaftlichen Risiken erfolgt, erklärte er.

Das AFNC ordnete Falschmeldungen in fünf Kategorien ein: Politik und öffentliche Ordnung, Katastrophen, Gesundheit, Wirtschaft sowie Online-Kriminalität. Für jede Kategorie wurde jene Meldung identifiziert, die 2025 die höchste öffentliche Interaktion erzeugt hatte.

Politik und Katastrophen: Hohe Reichweite, hohe Verunsicherung

Im Bereich Politik und soziale Ordnung dominierte eine Behauptung, wonach Menschenhandelbanden und ausländische Bettler sich landesweit ausbreiteten, ohne dass der Staat eingreife. Diese Meldung erzielte 458.261 Interaktionen, wurde jedoch vom Department of Social Development and Welfare als falsch zurückgewiesen.

In der Kategorie Katastrophen verbreitete sich besonders stark eine Falschmeldung über einen drohenden Tsunami an der Andamanenküste, der schlimmer sein solle als die Katastrophe von 2004. Der Beitrag erreichte 529.472 Interaktionen. Die Meteorologische Behörde stellte klar, ein Erdbeben der Stärke 9,3 benötige schätzungsweise 400 bis 600 Jahre, um sich zu wiederholen, und könne gegenwärtig nicht auftreten.

Gefährliche Gesundheitsversprechen mit Todesrisiko

Im Bereich Gesundheit war eine Meldung mit 156.828 Interaktionen besonders auffällig: Sie behauptete, HIV könne innerhalb von zwei Monaten durch den Konsum von zwei Flaschen CDS geheilt werden.

Die Food and Drug Administration des Gesundheitsministeriums widersprach deutlich: CDS sei kein Arzneimittel, niemals zur Behandlung zugelassen worden und könne bei Einnahme lebensbedrohlich sein.

Finanzbetrug und gefälschte Entschädigungen

Unter den wirtschaftsbezogenen Falschmeldungen stach eine Anzeige hervor, die behauptete, die Government Savings Bank vergebe Kredite über eine Facebook-Seite namens „LEASE it PCL 859“. Der Beitrag kam auf 77.123 Interaktionen. Die Bank erklärte, es bestehe keine Verbindung zu dieser Seite und warnte vor Risiken wie:

• Verlust persönlicher Daten

• Verlust von Vermögenswerten

In der Kategorie Online-Kriminalität war eine Falschmeldung rund um ein TikTok-Konto am stärksten: Ein Account gab vor, die Anti-Money Laundering Office (AMLO) registriere dort Opfer für Entschädigungszahlungen. Der Account police_cyber1710 erzielte 97.688 Interaktionen, wurde von AMLO jedoch als Werk von Betrügern, die sich als Beamte ausgaben, identifiziert.

Behörden setzen auf schnelle Aufklärung

Laut einem Bericht von Thaitabloid betonte Wetang Puangsub, das AFNC setze auf schnelle Richtigstellungen, Aufklärung und Warnungen vor Online-Betrug, um Schäden durch Cyberkriminalität zu verringern.

Er rief die Bevölkerung auf, verdächtige Informationen umgehend zu melden:

• über die Hotline 1111, Durchwahl 87

• über die offizielle Website des AFNC

• über die sozialen Medienkanäle des Zentrums

Damit solle verhindert werden, dass sich Falschmeldungen mit hoher Reichweite weiter ausbreiten und Bürger in gesundheitliche, finanzielle oder sicherheitsrelevante Gefahr bringen.

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Quelle: Thaitabloid

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