SAM ROI YOT, THAILAND – Drei Tage nach seinem Verschwinden ist ein 63-jähriger kanadischer Tourist tot vor der Küste des Bezirks Sam Roi Yot geborgen worden. Die Behörden führen den Tod auf Ertrinken zurück und warnen erneut eindringlich vor dem Schwimmen bei rauer See und missachteten Warnflaggen.
Fund der Leiche vor der Sandbank Don Ta Khaeng
Am 10. Januar meldete die Besatzung des Fischkutters Chok Peeraphong der Polizei von Sam Roi Yot eine Sichtung auf offener See. Sie berichteten, dass vor der bekannten Sandbank Don Ta Khaeng, etwa eine Seemeile vor der Küste, eine leblose Person im Wasser treibe.
Der Bootseigner handelte umgehend und brachte den Körper an Land nach Khlong Bang Hak im Dorf 2 des Unterbezirks Sam Roi Yot, um ihn den Behörden zu übergeben.
Erste Untersuchungen durch Polizei und Rettungskräfte
Nach dem Eintreffen an Land übernahmen Ermittler der örtlichen Polizeistation sowie ein Team von Gerichtsmedizinern des Krankenhauses Sam Roi Yot den Fall.
Unterstützt wurden sie von Einsatzkräften der Sawang Methee Thammasathan Sam Roi Yot Foundation, die eine erste Untersuchung des Fundortes und des Leichnams vornahmen. Es handelte sich um einen ausländischen Mann im Alter von etwa 60 Jahren.
Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung festgestellt
Der Mann war oberkörperfrei und trug lediglich eine graue Badehose. Den Experten fielen sofort mehrere markante Tätowierungen auf, die später für die Identifizierung wichtig sein sollten. Dazu gehörten eine traditionelle fünfzeilige Yantra-Tätowierung auf der linken Schulter sowie ein weiteres Motiv mit Schriftzug am rechten Arm.
Äußerliche Verletzungen oder Hinweise auf einen Kampf oder andere Gewalteinwirkung konnten die Experten nicht finden. Aufgrund des Zustandes des Körpers gingen die Mediziner davon aus, dass der Mann bereits seit längerer Zeit im Wasser trieb.
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Freund identifiziert das Opfer zweifelsfrei
Noch am selben Tag konnte die Identität des Toten geklärt werden. Ein ausländischer Tourist bestätigte gegenüber der Polizei, dass es sich bei dem Verstorbenen um seinen Freund Thom Gregory John handelte.
Der 63-jährige kanadische Staatsbürger wurde von seinem Begleiter anhand der körperlichen Merkmale wiedererkannt. Aus Polizeikreisen vor Ort hieß es dazu, dass die Identifizierung durch den Freund zweifelsfrei erfolgt sei.
Dramatisches Verschwinden nahe Hua Hin
Die Rekonstruktion der Ereignisse ergab, dass John am 7. Januar gemeinsam mit zwei Freunden in den Bezirk Hua Hin gereist war und dort in einem Hotel eingecheckt hatte. Kurz nach der Ankunft begab er sich zum Strand in der Nähe des Tempels Wat Khao Takiab, um im Meer zu schwimmen.
Zu diesem Zeitpunkt herrschte dort jedoch bereits starker Wellengang, der das Baden gefährlich machte.
Unterbrechung der Suchaktion wegen hoher Wellen
Während des Badens wurde der Kanadier von den kräftigen Wellen erfasst und rasch unter Wasser gezogen, woraufhin er verschwand. Die alarmierten Einsatzkräfte leiteten zwar umgehend eine umfassende Such- und Rettungsaktion ein, doch die Naturgewalten arbeiteten gegen die Retter.
Wegen hoher Wellen von rund zwei bis drei Metern musste die Suche aus Sicherheitsgründen für die Rettungsteams zeitweise unterbrochen werden, was die Hoffnungen auf eine Lebendrettung schwinden ließ.
Ermittlungen abgeschlossen und Botschaft informiert
Johns Leiche wurde schließlich deutlich weiter südlich im Meer vor dem Bezirk Sam Roi Yot entdeckt. Die Ermittler registrierten den Fall offiziell als mit einem Ertrinkungstod übereinstimmend und erklärten, dass es keinerlei Hinweise auf eine Straftat gebe.
Die Polizei koordiniert nun mit den zuständigen Stellen und der kanadischen Botschaft die weiteren formalen Schritte. Dazu gehören die vorläufige Aufbewahrung im Krankenhaus Sam Roi Yot sowie die Organisation der Übergabe des Körpers an die Angehörigen.
Lebenswichtige Warnhinweise der Behörden
Angesichts dieses tragischen Vorfalls nehmen die Behörden die Situation zum Anlass, dringend vor dem Schwimmen bei starkem Wind und hohem Wellengang zu warnen. Um weitere Unglücke zu vermeiden, sollten Touristen unbedingt bestimmte Verhaltensregeln beachten. Die wichtigste Regel besagt, dass man keinesfalls ins Meer gehen sollte, wenn offizielle Warnungen vor hohen Wellen ausgesprochen wurden.
Zudem ist es unerlässlich, auf die Hinweise und Anweisungen von Rettungskräften und lokalen Behörden zu achten, da diese die Gefahrenlage am besten einschätzen können. Des Weiteren sollten Küstenabschnitte, die für ihren starken Wellengang bekannt sind, gemieden werden. Abschließend raten Experten dazu, stets wachsam auf sichtbare Strömungen und gefährliche Brandungszonen zu achten, bevor man sich dem Wasser nähert.
🗣 Wenn das Meer keine Fehler verzeiht
Warnungen waren da. Die Wellen hoch. Die Strömung stark.
Und trotzdem ging ein Mann ins Wasser – und kam nie zurück.
Warum unterschätzen so viele das Meer, selbst bei klarer Gefahr?
Braucht es schärfere Badeverbote, mehr Kontrollen, deutlichere Sperren?
Oder ist es menschliche Natur, Risiken zu ignorieren, solange der Himmel blau ist?
Schreib offen:
Wer trägt Verantwortung, wenn Urlaub tödlich endet?



