BANGKOK – Razzia vor einer Spedition im Bezirk Khlong Sam Wa: Die Tourist Police hat sieben afrikanische Männer festgenommen. Der Vorwurf: massive Visumsverstöße. Vier von ihnen sollen ihre Aufenthaltserlaubnis um Jahre überzogen haben, drei besaßen überhaupt keine Papiere. Hinweise auf Betrug oder andere Straftaten liegen laut Polizei nicht vor.
Zugriff vor der Cargo-Firma
Der Einsatz erfolgte am 14. Juli 2026 auf der Pracha Ruam Chai Road. Vor dem Gelände der Firma The One Cargo Co Ltd im Unterbezirk Sai Kong Din Tai klickten die Handschellen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um sechs nigerianische und einen senegalesischen Staatsbürger.
Alle sieben Männer wurden unmittelbar nach der Festnahme zur Min Buri Polizeistation gebracht. Dort leiteten die Beamten die rechtlichen Schritte ein. Ermittler waren der Gruppe zuvor durch Hinweise auf die Spur gekommen.
Vier Männer blieben hunderte Tage zu lang
Bei der Überprüfung der Dokumente offenbarte sich das ganze Ausmaß der Verstöße. Vier der Männer hatten ihre legale Aufenthaltsdauer massiv überschritten. Die Polizei beziffert die Überziehung auf 782 bis 1.052 Tage.
Konkret wirft man dem 33-jährigen Senegalesen Christian Tounkara 913 Tage vor. Monday Akachukwu Anikpe (28) aus Nigeria soll 856 Tage zu lange im Land sein. Bei Chineze Emmanuel Onyechere (45) sind es 1.052 Tage und bei Mazi Ejiofor Edochie (45) noch 782 Tage.
Ohne Papiere im Land
Noch gravierender stellt sich die Lage bei den übrigen drei Männern dar. Emeka Frank Uzoije (42), Emmanuel Kelechi Ewulu (33) und Ikechkuwu Prince Umunna (47) besaßen keinerlei Reisedokumente. Die Polizei fand bei den Nigerianern nicht einmal Aufzeichnungen über eine legale Einreise.
Die Staatsanwaltschaft erhob gegen sie Anklage wegen unerlaubter Einreise und illegalen Aufenthalts. Ihnen drohen nun die Abschiebung und eine langjährige Einreisesperre für Thailand. Auch die vier Visumsüberschreiter müssen nach Abschluss der Verfahren das Land verlassen.
Polizei folgt Regierungsvorgaben
Der Kommandeur der Tourist Police, Generalleutnant Saksira Pheuk-um, begründete das Vorgehen mit einer klaren Anweisung von ganz oben. Der nationale Polizeichef, Polizeigeneral Kittirat Phanphet, hatte die beschleunigte Kontrolle von Ausländern ohne rechtmäßigen Aufenthaltsstatus angeordnet. Das deckt sich mit der aktuellen Regierungspolitik.
Die Ermittler waren hellhörig geworden, als Informationen über eine Gruppe Ausländer ohne feste Arbeit oder Wohnsitz in Khlong Sam Wa eingingen. Oberst Piyapong Ensarn leitete den Zugriff seiner Beamten der Unterabteilung 1. Er betonte, der Fokus liege generell auf Personen, die Thailand als Basis für Straftaten nutzen könnten.
Polizei stellt klar: Keine Betrugsdelikte
Obwohl der Oberst auf das breite Spektrum von Liebesbetrug über Eigentumsdelikte bis hin zur Ausbeutung von Touristen hinwies, machte die Behörde eine wichtige Einschränkung. Den sieben festgenommenen Männern wird keine dieser Taten zur Last gelegt. Der Vorwurf beschränkt sich ausschließlich auf die Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht.
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Die Männer sitzen nun in Haft und erwarten ihre Gerichtstermine. Parallel laufen die Vorbereitungen für ihre spätere Abschiebung in die Heimatländer Senegal und Nigeria.
Härtere Kontrollen angekündigt
Die Tourist Police kündigte an, ihre Kontrollen von Ausländern weiter zu intensivieren. Besonders dann, wenn Beamte konkrete Gründe für Ermittlungen sehen. Man werde verstärkt dort prüfen, wo Hinweise auf illegale Aufenthalte ohne reguläre Arbeit eingehen.
Für Ausländer mit gültigem Visum hat Oberst Piyapong einen klaren Rat: Jeder Umzug, jede Änderung des Visastatus oder die Nutzung von Agenten für Einwanderungsanträge sei ein kritischer Moment. In diesen Fällen müsse man peinlich genau darauf achten, dass alle Unterlagen und Dokumente in Ordnung sind.



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