Riesiges Netzwerk für lebensgefährlichen Fake-Alkohol gesprengt

Tödliche Gefahr in der Flasche: Ermittler stürmten acht Lagerorte und stellten Tausende gefälschte Spirituosen sicher. Doch wer steckt hinter dem kriminellen System, das den Markt mit gefährlichem Fusel flutete? Ein Kopf der Bande packt aus.

Riesiges Netzwerk für lebensgefährlichen Fake-Alkohol gesprengt
Pattaya Mail

PATTAYA – Thailands Behörden haben ein Netzwerk für gefälschten Import-Alkohol zerschlagen. Bei koordinierten Razzien an acht Standorten nahm die Polizei drei Tatverdächtige fest.

Warnung vor Methanol in den Flaschen

Ermittler des Central Investigation Bureau (CIB) und der Verbrauchsteuerbehörde durchsuchten gleichzeitig fünf Spirituosenläden in Chonburi, zwei Wohnsitze in Bangkok sowie ein Lagerhaus in Samut Prakan. Sie stellten mehr als 6.700 Flaschen gefälschten Alkohol sicher.

Dazu kamen über 478.000 gefälschte Etiketten, Siegel und Verpackungen. Die Beamten fanden auch Maschinen zum Verschließen der Flaschen. Das CIB warnte Konsumenten davor, Alkohol nur bei lizenzierten und seriösen Händlern zu kaufen, da gefälschter Alkohol Methanol enthalten kann.

Drei Tatverdächtige reden sich mit Unwissenheit heraus

Die drei Festgenommenen gaben zu, dass die beschlagnahmten Waren ihnen gehören. Sie behaupteten laut Polizei jedoch, nichts von der Fälschung gewusst zu haben. Angeklagt werden sie nach dem Markengesetz wegen Besitzes und Vertriebs von Waren mit gefälschten Marken.

Die Verdächtigen sollen die Flaschen mit Etiketten bekannter ausländischer Marken versehen und weit unter Marktpreis an Geschäfte geliefert haben. Ein Gericht für geistiges Eigentum und internationalen Handel hatte die Durchsuchungsbeschlüsse ausgestellt. So konnten Vertreter der betroffenen Markeninhaber die Razzien direkt begleiten.

Weitere Hintermänner im Visier

Die Ermittlungen hatten begonnen, nachdem Beamte Hinweise auf den Verkauf gefälschter Spirituosen in Chonburi erhielten. Das Netzwerk betrieb Produktionsstätten, Lager und Vertriebspunkte getrennt, um nicht aufzufliegen. Betroffen waren neben Chonburi auch die Bangkoker Bezirke Bang Khun Thian und Bang Bon.

Die Behörden erklärten, die Suche nach Herstellern, Lieferanten und weiteren Mitgliedern laufe weiter. Die Behörden gaben an, dass die Ermittlungen zur Identifizierung weiterer Netzwerkmitglieder andauern.

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Quelle: Pattaya Mail

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