BANGKOK – Im Internet kursieren wieder einmal alarmierende Falschmeldungen. Diesmal geht es um angebliche Krebsrisiken durch mRNA-Impfstoffe. Die thailändischen Gesundheitsbehörden schlagen jetzt zurück und entlarven die Panikmache als das, was sie ist: schlichtweg falsch!
Behörde geht gegen Impfstoff-Lügen vor
Das Anti-Fake News Center Thailand (AFNCT) hat die alarmierenden Behauptungen genau unter die Lupe genommen. Gemeinsam mit dem Department of Medical Sciences (DMSC) wurde der Wahrheitsgehalt überprüft.
Das Ergebnis ist eindeutig: Die Online-Behauptungen sind frei erfunden. „Es gibt keinerlei Hinweise auf eine SV40-Kontamination in modernen mRNA-Impfstoffen“, stellt die Behörde klar.
Die Falschmeldung hatte behauptet, die Vakzine würden krebserregende Virenreste enthalten. Ein gefährlicher Irrglaube, der nun wissenschaftlich widerlegt wurde.
Was steckt hinter der SV40-Panikmache?
SV40 (Simian Virus 40) ist ein Virus, das 1960 in Affennierenzellen entdeckt wurde. Diese Zellen wurden damals zur Produktion von Polio-Impfstoffen verwendet.
Tatsächlich zeigten spätere Laborversuche, dass SV40 bei einigen Versuchstieren Tumore auslösen kann. Doch die entscheidende Frage ist: Gilt das auch für Menschen?
Langzeitbeobachtungen von Menschen, die in jener Zeit Polio-Impfstoffe erhielten, haben keinen klaren Beweis für ein erhöhtes Krebsrisiko durch SV40 erbracht.
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Moderne Herstellung – völlig anders
Der entscheidende Punkt: Moderne mRNA-Impfstoffe werden komplett anders hergestellt als die Impfstoffe der 1960er Jahre. „Heutige mRNA-Impfstoffe werden in vitro synthetisiert und verwenden überhaupt keine Affenzellen als Produktionsquelle“, erklärt das DMSC.
Damit ist die Möglichkeit einer SV40-Kontamination von vornherein vollkommen ausgeschlossen. Die Technologie hat sich grundlegend weiterentwickelt.
Strengste Kontrollen für Ihre Sicherheit
Doch damit nicht genug: Jede einzelne Impfstoff-Charge durchläuft ein mehrstufiges Reinigungsverfahren. Modernste Technologie kommt zum Einsatz. Diese strengen Qualitätskontrollen stellen sicher, dass alle Rückstandsmengen auf extrem niedrigem Niveau gehalten werden.
Die thailändischen Standards entsprechen dabei den internationalen Richtlinien. Patienten in Thailand sind genauso sicher geschützt wie in Europa oder den USA.
Warum kursieren solche Falschmeldungen?
Experten sehen dahinter ein besorgniserregendes Muster. Immer wieder werden Ängste in der Bevölkerung gezielt geschürt. „Falschinformationen über Impfstoffe sind nicht neu, aber sie werden immer raffinierter“, warnt ein Gesundheitsökonom.
Oft stecken gut organisierte Netzwerke dahinter, die mit Angst und Verunsicherung ihr Geschäft machen. Die thailändischen Behörden haben nun klare Kante gezeigt.
Appell an die Bevölkerung
Das DMSC ruft alle Bürger dazu auf, Informationen stets kritisch zu hinterfragen. Offizielle Quellen wie das Gesundheitsministerium bieten verlässliche Fakten.
„Lassen Sie sich nicht von Panikmache im Internet verunsichern. Vertrauen Sie auf die Wissenschaft und die strengen Kontrollen unserer Behörden“, appelliert ein Sprecher.
Wer Fragen zu Impfungen hat, sollte direkt mit seinem Arzt sprechen – nicht mit anonymen Internet-Postern. Die Wissenschaft hat gesprochen, die Fakten liegen auf dem Tisch.
💉 Fakten oder Angst? Wem glauben wir bei Impf-Fragen?
Im Netz kursieren Behauptungen über SV40 und Krebsrisiken durch mRNA-Impfstoffe. Thailands Gesundheitsbehörden sprechen klar von Falschinformationen und verweisen auf moderne Herstellungsverfahren.
Reichen solche Klarstellungen aus, um Vertrauen zu stärken – oder bleiben Zweifel?
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