LOEI, THAILAND – Entlang des Mekong im Bezirk Pak Chom hat ein neuer Goldrausch eingesetzt, seit der Goldpreis mit 78.400 Baht pro Baht-Gewicht ein Rekordhoch erreicht hat. Hunderte Anwohner nutzen den ungewöhnlich niedrigen Wasserstand, um auf plötzlich freigelegten Sandbänken nach dem Edelmetall zu suchen und so ihr Einkommen deutlich aufzubessern.
Tradition zwischen Sandbänken und Rekordkursen
Am Wochenende sind entlang eines etwa zehn bis zwanzig Meter breiten Abschnitts des Flussufers im Tambon Pak Chom mehr als 150 Waschstellen eingerichtet worden.
Die improvisierten Fundplätze liegen unter anderem bei den Dörfern Ban Sri Phuthorn und Ban Hat Bia, wo der stark gesunkene Wasserstand breite Sandbänke freigelegt hat, die zuvor unter dem Mekong verborgen waren.
Wiederbelebtes Handwerk der Dorfbewohner
Die Bewohnerin Samruay Daengphasom aus Ban Sri Phuthorn erklärte, das Goldwaschen sei ein traditioneller Erwerb, der von den Großeltern weitergegeben worden sei, aber mit den Jahren fast in Vergessenheit geraten war.
Nun werde die alte Praxis laut Samruay durch zwei Faktoren neu belebt: die außergewöhnlich hohen Goldpreise und der ungewöhnlich niedrige Wasserstand des Flusses, der den Zugang zu lange abgelagerten Sedimenten erleichtert.
Rekordeinnahmen für einfache Flitter
„Bei 78.400 Baht pro Baht-Gewicht sind selbst kleinste Flocken wertvoll“, sagte Samruay Daengphasom und betonte, dass die gesunkenen Pegelstände das Erreichen der Minerallager deutlich erleichtern.
Goldwaschen verlange sowohl Fertigkeit als auch Glück, und in dieser Niedrigwasserphase verdienen die meisten Dorfbewohner im Schnitt zwischen 1.000 und 1.500 Baht pro Tag, während einzelne Glücksfunde ihnen täglich mehrere Tausend Baht einbringen können.
Schnell zu Bargeld gemacht
Das in Pfannen und Schalen gewonnene Rohgold lässt sich nach Angaben der Anwohner rasch in Bargeld umwandeln, weil mobile Aufkäufer und lokale Goldgeschäfte die Gegend regelmäßig anfahren.
Die Händler orientieren sich bei der Bezahlung an gramgenauen Mengen und am aktuellen Marktpreis, sodass der ausgetrocknete Mekong für viele Menschen in Pak Chom eine vormals kaum genutzte Einnahmequelle eröffnet und eine alte Flusstradition unter dem Eindruck der stark gestiegenen globalen Goldpreise zurückbringt.
Goldfieber am Fluss – Chance oder Risiko?
Im Bezirk Pak Chom in der Provinz Loei hat der Mekong neue Sandbänke freigelegt – und mit einem Goldpreis von 78.400 Baht pro Baht-Gewicht einen regelrechten Ansturm ausgelöst.
Ist das eine nachhaltige Einkommensquelle – oder nur ein kurzfristiger Boom? Und was bedeutet das Niedrigwasser langfristig für den Mekong?
Würdest du selbst dein Glück versuchen?



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