BANGKOK, THAILAND – Die Regierung hat angesichts der Unruhen im Nahen Osten umfassende Kontrollen für Verbraucherpreise und Treibstoff angeordnet und warnt vor ungerechtfertigten Preiserhöhungen, Hamsterkäufen und Hortung. Verstöße können mit bis zu sieben Jahren Haft oder Geldstrafen von bis zu 140.000 Baht geahndet werden, während gleichzeitig versichert wird, dass Versorgung und Reserven derzeit ausreichen.
Schärfere Preiskontrollen im Handel
Das Handelsministerium hat die Abteilung für Binnenhandel beauftragt, landesweit verstärkt Preise von Konsumgütern zu überprüfen, um Auswirkungen internationaler Spannungen auf die Lebenshaltungskosten zu begrenzen.
Inspektionsteams wurden in alle Landesteile entsandt, Händler wurden gewarnt, keine ungerechtfertigten Preisanhebungen vorzunehmen und Preisschilder klar und gut sichtbar auszuzeichnen.
Harte Strafen und gesetzliche Grundlage
Der Generaldirektor der Abteilung für Binnenhandel, Wittayakorn Maneenet, erklärte, Unternehmen müssten die Vorgaben des Gesetzes über Preise von Waren und Dienstleistungen B.E. 2542 (1999) strikt einhalten und dürften die Lage nicht ausnutzen.
Wer Preise ohne sachliche Grundlage anhebt, Waren hortet oder auf andere Weise Unfairness gegenüber Verbrauchern schafft, muss mit sofortigen rechtlichen Schritten rechnen, einschließlich bis zu sieben Jahren Haft und/oder einer Geldstrafe von bis zu 140.000 Baht.
Beobachtung des Nahen Ostens und Energiepreise
Am 3. März 2026 berichtete Wittayakorn, Handelsministerin Suphajee Suthumpun habe alle nachgeordneten Behörden angewiesen, die Unruhen im Nahen Osten genau zu beobachten und Maßnahmen zu ergreifen, um Preise und Lebenshaltungskosten im Inland gegen externe Schocks abzusichern.
Die Abteilung für Binnenhandel reagierte mit proaktiven Schritten, koordiniert eng mit dem Energieministerium und arbeitet mit Mineralölunternehmen wie PTT, PT, Bangchak und Susco zusammen, die bislang keine Erhöhungen der Kraftstoffpreise gemeldet haben.
Kein Kostendruck – aber engmaschige Kontrollen
Nach Angaben der Abteilung für Binnenhandel wurden mehrere Hersteller von Konsumgütern kurzfristig einbezogen, wobei sich bislang keine spürbare Auswirkung auf Produktionskosten gezeigt habe.
Gleichzeitig wurden zentrale Einheiten und Provinz-Handelsämter angewiesen, insbesondere bei waren- und dienstleistungsbezogenen Preisen mit Bezug zu Energie- und Transportkosten intensive Vor-Ort-Kontrollen durchzuführen.
Botschaft an Verbraucher und Meldewege
Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, nicht in Panik zu geraten, da Konsumgüter ausreichend vorhanden seien und es derzeit keinen sachlichen Grund für Preiserhöhungen gebe.
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Wer unplausible Preisaufschläge, fehlende Preisauszeichnungen oder mögliche Hortung beobachtet, kann Hinweise über die Hotline 1569 oder bei den Handelsämtern in den Provinzen melden, damit umgehend Kontrollen eingeleitet werden.
Energieversorgung und Schließung der Straße von Hormus
Das Energieministerium betonte, Treibstoffreserven im Land seien ausreichend und bereite den Einsatz des Ölpreisfonds vor, um mögliche Preissprünge aufzufangen.
Am 3. März 2026 erklärte der stellvertretende Generalsekretär und Sprecher des Ministeriums, Veerapat Kiatfuengfoo, man habe nach der Ankündigung Irans zur Schließung der Straße von Hormus eine Krisensitzung mit Ölhandelsunternehmen einberufen, um Beschaffung und Lieferketten zu sichern.
60 Tage Reserven und alternative Lieferquellen
Nach Ministeriumsangaben verfügte das Land am 1. März 2026 über 4.877 Millionen Liter raffinierte Produkte und 2.783 Millionen Liter Rohöl in der Lieferkette, insgesamt also 7.660 Millionen Liter, was einem Bedarf von rund 60 Tagen ohne zusätzliche Beschaffung entspreche.
Gleichzeitig können laut Energieministerium weiterhin Lieferungen aus Regionen außerhalb des Nahen Ostens wie den USA, Westafrika und Malaysia erfolgen, wobei jedoch mit steigenden Preisen im Einklang mit dem Weltmarkt zu rechnen sei.
Export nach Nachbarländern unter Beobachtung
Berichte über Kraftstoffexporte nach Laos und andere Nachbarstaaten wurden mit dem Hinweis beantwortet, es handle sich um frühere Lieferverträge, die Teil einer engen energiepolitischen Zusammenarbeit seien.
Zugleich betonte das Energieministerium strengere Kontrollen, um ein Weiterexportieren in Drittländer zu verhindern und kündigte an, bei einer anhaltenden oder eskalierenden Lage Exportbeschränkungen zum Schutz der eigenen Energieversorgung zu prüfen.
Warnung vor Hamsterkäufen von Treibstoff
Das Energieministerium appellierte nachdrücklich an die Bevölkerung, keinen Treibstoff zu horten, und warnte, dass die Lagerung großer Mengen nicht nur gefährlich sein könne, sondern unter Umständen auch rechtswidrig sei.
Es unterstrich erneut, dass die inländischen Reserven ausreichend seien, fortlaufende Beschaffung außerhalb des Nahen Ostens stattfinde und der Ölpreisfonds bereitstehe, um die Belastung der Bürger im Bedarfsfall zu mindern.
PTT und Bangchak halten Spritpreise stabil
Die PTT Group kündigte an, die Einzelhandelspreise für raffinierte Kraftstoffe vorerst nicht zu erhöhen, obwohl die Eskalation im Nahen Osten die internationalen Rohöl- und Produktpreise steigen lässt.
PTT und Bangchak erklärten, man verfolge die Lage gemeinsam mit den Behörden, halte derzeit an den bestehenden Preisen fest, um die Bevölkerung zu entlasten, und rief dazu auf, trotz anhaltender internationaler Unsicherheit nicht in Panik zu geraten.



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