BANGKOK, THAILAND – Justizminister Pol Lt Gen Rutthapol Naowarat hat einen möglichen Bewährungsantrag für Ex-Premier Thaksin Shinawatra an ein klares Verfahren geknüpft und betont, dass am Ende drei Ausschüsse entscheiden müssen.
Minister setzt klare Grenze
Rutthapol Naowarat erklärte am 10. März im Government House, ein Antrag auf Bewährung müsse strikt nach Gesetz geprüft werden und dürfe nicht politisch verkürzt werden.
Er habe alle zuständigen Stellen angewiesen, die rechtlichen Abläufe ohne Ausnahme einzuhalten – unabhängig davon, um wen es gehe.
Noch kein Antrag auf dem Tisch
Nach Angaben des Ministers ist bislang kein formeller Antrag von Thaksin Shinawatra oder dessen Vertretern bei den Behörden eingegangen.
Weder die Gefängnisverwaltung noch der Generaldirektor des Department of Corrections, der Staatssekretär im Justizministerium oder er selbst hätten bisher entsprechende Unterlagen erhalten.
Drei Gremien als Pflichtweg
Der Minister beschrieb den Bewährungsprozess als fest definierten Ablauf, der erst nach Eingang des Antrags in Gang gesetzt werde.
Demnach müsste zunächst ein Gefängnisausschuss, danach ein Ausschuss des Department of Corrections und schließlich ein Ausschuss im Justizministerium zustimmen, bevor es zu einer Entscheidung kommen kann.
Gerüchte um März und Familie Shinawatra
Die Aussagen folgten auf Berichte, wonach die Familie Shinawatra beabsichtige, einen Bewährungsantrag später im März einzureichen.
Auch Politiker aus dem Umfeld der Familie hätten zuletzt angedeutet, dass ein entsprechender Schritt noch innerhalb dieses Monats erfolgen könnte.
Sechs Monate Haft und öffentliche Aufmerksamkeit
Das Thema steht besonders im Fokus, weil Thaksin als früherer Regierungschef seit rund sechs Monaten in Haft ist.
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Rutthapol unterstrich, dass die Behörden bis zum Eingang der Dokumente keine inhaltliche Prüfung starten könnten.
Wie es weitergeht – abhängig vom Einreichdatum
Der Sender Amarin berichtete, der nächste Schritt hänge davon ab, wann der Antrag offiziell eingereicht und an die zuständigen Gremien weitergeleitet werde.
Erst danach würden die Stellen die Unterlagen anhand der festgelegten Kriterien prüfen und die Entscheidung durch die vorgeschriebenen Stufen tragen.
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Wie überzeugend ist es, wenn die Regierung bei prominenten Fällen besonders laut auf Standardverfahren und Ausschüsse verweist.
Sollte bei Bewährungsfragen für politisch gewichtige Personen maximale Transparenz gelten, oder reicht es, wenn die Behörden nur das Gesetz „still“ abarbeiten.



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