KHON KAEN, THAILAND – Ein chinesischer Staatsbürger ist am 18. März in einem abgelegenen Ritualgelände in Khon Kaen festgenommen worden, als er ein sakrales Tattoo erhalten wollte, das ihn nach eigener Aussage vor einer Festnahme „schützen“ sollte.
Ermittler der thailändischen Einwanderungspolizei spürten den Mann nach einem Hinweis aus China auf, gegen ihn liegen Vorwürfe eines Anlagebetrugs in Höhe von mehr als 500 Millionen Baht vor.
Hinweis aus China löst Fahndung aus
Die Spur begann, als chinesische Behörden die thailändische Immigration Division 4 über einen gesuchten Verdächtigen informierten, der wegen Betrugsdelikten gesucht werde.
Nach Angaben der Ermittler sei der Mann, der nur als Shang identifiziert wurde, nach Thailand geflohen, um sich dem Zugriff in seiner Heimat zu entziehen.
Flucht nach Isaan und ein ungewöhnlicher Plan
Die Beamten lokalisierten Shang schließlich in Khon Kaen und erhielten Hinweise, dass er einen Termin an einem Ritualort wahrnehmen wolle.
Dabei handelte es sich laut Polizei um einen Platz tief im Wald entlang des Shi River, an der Grenze zwischen den Provinzen Khon Kaen und Maha Sarakham.
Zugriff am Ritualplatz im Wald
Einsatzkräfte folgten dem Verdächtigen in das Areal und trafen ihn dort an, als er am Ort wartete, um das Tattoo stechen zu lassen.
Der Mann habe den Beamten gegenüber eingeräumt, dass er die Person sei, gegen die sich der Haftbefehl richte, und habe erklärt, er habe das Tattoo in dem Glauben gesucht, es könne ihm helfen, einer Festnahme zu entgehen.
331 Tage Overstay – zusätzliches Verfahren
Bei weiteren Kontrollen stellten die Behörden fest, dass Shang sein Visum um 331 Tage überzogen hatte und sich damit fast ein Jahr illegal im Land aufgehalten habe.
Er wurde zur Polizeiwache Mueang Khon Kaen gebracht, wo zunächst die rechtlichen Schritte wegen des Overstays eingeleitet werden, bevor eine Abschiebung nach China erfolgen soll.
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Turn Back Crimes – Kurs der Royal Thai Police
Der Kommandeur der Immigration Division 4, Pairat Pookcharoen, erklärte, die Fahnder würden auch künftig gezielt ausländische Verdächtige in Thailand aufspüren.
Die Maßnahmen liefen unter der Politik der Royal Thai Police mit dem Titel Turn Back Crimes, die auf das Auffinden und Entfernen gesuchter Ausländer ausgerichtet ist.
Serie ähnlicher Fälle mit chinesischen Verdächtigen
Zuletzt waren in Thailand mehrfach chinesische Staatsangehörige festgenommen worden, die sich der Strafverfolgung entziehen wollten, darunter im Januar ein Verdächtiger mit einem Interpol Red Notice.
Im Dezember des Vorjahres wurde zudem ein weiterer Chinese in Phuket gefasst, der laut Berichten nach einem tödlichen Hochwasserereignis in einem Goldminenbetrieb in China untergetaucht sein soll.



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