BANGKOK/HEATHROW – Amy Jayne Durban soll 51,2 Kilogramm Cannabis im Straßenwert von 512.000 britischen Pfund von Bangkok nach Heathrow gebracht haben. Die 45-Jährige bekannte sich schuldig und bleibt bis zur Strafmaßverkündung am 14. Oktober in Untersuchungshaft.
51,2 Kilo Cannabis in zwei Koffern
Beamte der britischen Grenzschutzbehörde Border Force fanden die Droge am 6. Juli bei der Einreise aus Thailand in zwei Koffern. Durban stammt aus Hemyock bei Cullompton in Devon.
Die Staatsanwaltschaft stuft sie als mutmaßliche Kurierin ein. Bei einer Verurteilung gilt wegen der Menge ein möglicher Ausgangspunkt von vier Jahren Haft.
Schuldbekenntnis vor dem Gericht
Durban bekannte sich am Donnerstag, dem 6. August, vor dem Uxbridge Magistrates’ Court schuldig. Anschließend wurde sie in Untersuchungshaft genommen.
Die Strafmaßverkündung ist für den 14. Oktober angesetzt. Bis dahin bleibt sie in der Haftanstalt HMP Bronzefield in Surrey.
Staatsanwalt sieht eine Kurierin
Staatsanwalt James O’Connell sagte dem Gericht, Durban sei „definitiv eine Kurierin“ gewesen. Sie habe sich durch eine hohe finanzielle Belohnung und Gastfreundschaft zur Reise bewegen lassen.
Die National Crime Agency (NCA) ermittelte zum Zeitpunkt ihrer Festnahme gegen Durban. Ihr Mobiltelefon wurde zur forensischen Untersuchung geschickt, wartet nach Angaben des Gerichts aber noch auf die Auswertung.
Verteidigung spricht von Druck
Verteidiger Alexander Shanks kündigte an, Durban werde geltend machen, unter Druck gesetzt und zur Teilnahme gezwungen worden zu sein. Sie sei naiv und unreif gewesen.
Die Staatsanwaltschaft wies diese Darstellung zurück, solange keine Beweise für einen Zwang vorliegen. Durban war im Mai erneut nach Thailand gereist; Beweise für einen Drogenschmuggel auf dieser Reise gibt es laut Anklage nicht.
Richterin verweigert Freilassung
Richterin Karen Holt lehnte eine Freilassung gegen Kaution ab. Staatsanwalt O’Connell hatte vor der Gefahr weiterer Straftaten gewarnt.
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Die Verteidigung verwies auf erhebliche psychische Probleme der Angeklagten in der Haft. Die Richterin stufte den Fall wegen der großen Menge als äußerst ernst ein.
Bruder nach Durchsuchung festgenommen
Das Gericht hörte auch, dass Durbans Bruder im Zusammenhang mit Cannabisbesitz festgenommen worden sei. Eine Polizeibehörde im West Country habe zuvor einen Durchsuchungsbeschluss für sein Haus vollstreckt.
Durban lebte zur Zeit ihrer Festnahme mit ihrem Partner an einer abgelegenen Adresse in Hemyock. Das Paar betreibt Läden für E-Zigaretten, der Partner nahm an der Anhörung teil. Durban hatte wegen Körperverletzung aus dem Jahr 2000 eine Vorverurteilung erhalten und dafür eine 18-monatige Bewährungsstrafe bekommen.
NCA warnt vor Angeboten in sozialen Medien
Nach Angaben der NCA werben organisierte Kriminalitätsgruppen über soziale Medien um mögliche Drogenkuriere. Angeboten würden kostenlose Urlaube und zusätzliches Geld, wenn Cannabis nach Großbritannien gebracht werde.
Durban hatte wenige Tage vor ihrer Festnahme auf Facebook geschrieben, sie sei auf dem Heimweg, um den Rasen zu mähen. Die Formulierung enthielt den Zusatz, niemand werde wissen, wann sie den „Rasen“ erreichen werde.
Mehr Festnahmen an britischen Flughäfen
Die NCA registrierte 2023 insgesamt 142 festgenommene Cannabisschmuggler bei der Ankunft mit dem Flugzeug. 2024 stieg die Zahl auf 801, 2025 auf 976.
Das entspricht zwischen 2023 und 2024 einem Anstieg um 464 Prozent. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden an britischen Flughäfen weitere 600 mutmaßliche Kuriere festgenommen.
Thailand verschärft Vorgehen gegen Schmuggler
Nach neuen Maßnahmen der NCA mit thailändischen Behörden drohen mutmaßlichen Schmugglern, die in Thailand gefasst werden, Geldstrafen von umgerechnet 680 britischen Pfund pro Kilogramm Cannabis.
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Die NCA nennt 26 Kilogramm als durchschnittliche Menge pro Kurier. Wer die mögliche Geldstrafe nicht bezahlt, kann in Thailand mit bis zu zwei Jahren Haft rechnen.


Der ist gut 🤣
Ztat: Verteidiger Alexander Shanks: Sie sei naiv und unreif gewesen. Die 45-Jährige bekannte sich schuldig…
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