Skandal um Wettschulden bei Polizeibeamtem

Unfassbares Drama um 600.000 Baht Wettschulden! Eine Frau verkaufte ihr Hab und Gut für einen Beamten und steht nun vor dem Nichts.

Skandal um Wettschulden bei Polizeibeamtem
ThaiRath

BANGKOK, Thailand – Eine Frau wirft einem Polizei-Oberstleutnant vor, Wettschulden von mehr als 600.000 Baht nicht bezahlt zu haben. Sie habe für ihn Fußballwetten weitergeleitet, mehrfach Geld vorgestreckt und dafür sogar ihr Auto und persönliches Eigentum verkauft. Die Betroffene wandte sich mit Überweisungsbelegen und Chatverläufen an die Hilfsseite „Sai Mai Tong Rod“ und verlangt die Rückzahlung sowie rechtliche Schritte gegen den Beamten.

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Frau verkauft Auto für Wettschulden

Die Frau, die unter dem Namen „Kaew“ auftritt, kennt den Polizisten nach eigenen Angaben seit 2023 über eine gemeinsame Bekanntschaft. Während der Fußball-Europameisterschaft 2024 soll er sie gebeten haben, Wettscheine für ihn weiterzugeben.

Bei mehreren Wetten seien Beträge zwischen Zehntausenden und Hunderttausenden Baht angefallen. In einem Fall habe der Verlust 350.000 Baht betragen, der Polizist aber nur 100.000 Baht überwiesen. Den Rest habe sie aus eigener Tasche bezahlt. Weil sich solche Fälle wiederholt hätten, verkaufte sie nach eigenen Angaben ihr Auto und weitere persönliche Gegenstände, um die Schulden zu begleichen.

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Mehr als 600.000 Baht offen

Insgesamt habe sie mehr als 600.000 Baht für den Beamten vorgestreckt. Bei ihren Rückforderungen habe er sie immer wieder vertröstet und eine monatliche Rückzahlung von 50.000 Baht angekündigt.

Der Polizist habe außerdem erklärt, seine Mitarbeiter würden Geld aus verschiedenen Quellen eintreiben und damit die Schulden begleichen. Nach Angaben der Frau sei bislang jedoch kein Geld zurückgekommen.

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Anzeige nach Streit um eine Spargemeinschaft

Auch die Ehefrau des Polizisten soll sich an einer von der Frau organisierten Spargemeinschaft beteiligt haben. Beide hätten jeweils einen Anteil übernommen. Als die Frau die offenen Forderungen ansprach, habe die Ehefrau vorgeschlagen, 240.000 Baht bei der Auszahlung des Sparanteils zu verrechnen.

Später habe die Ehefrau jedoch eine Betrugsanzeige gegen sie erstattet. Die Betroffene erklärte, sie sei deshalb besonders beunruhigt, weil sie Belege für ihre Darstellung habe. Treffen seien vermieden worden. Eine Beschwerde beim Vorgesetzten des Polizisten habe laut ihrer Aussage lediglich die Antwort ausgelöst, es handle sich um eine private Angelegenheit, die beide Seiten selbst klären sollten.

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Hilfsseite will Polizei von Khlong Luang einschalten

Die Frau räumte ein, dass die Online-Fußwetten tatsächlich stattgefunden hätten. Sie sei bereit, sich dem gesetzlichen Verfahren zu stellen, fordere aber zugleich die Rückzahlung des von ihr vorgestreckten Geldes. Die finanzielle Belastung habe ihre Familie inzwischen schwer getroffen.

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Außerdem verlangt sie disziplinarische und strafrechtliche Schritte gegen den Polizisten. Nirandorn Kaengaeo, Mitgründer der Seite „Sai Mai Tong Rod“, kündigte an, den Fall an die Polizeiwache Khlong Luang weiterzuleiten. Die Beschwerdeführerin wolle, dass gegen alle an den Wettgeschäften Beteiligten nach den gesetzlichen Vorgaben ermittelt werde.

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Quelle: Thairath

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