BANGKOK, THAILAND – Drei große Kliniken in Bangkok und Chiang Mai geben Medikamente an ambulante Patienten vorerst in kleineren Mengen aus, um mögliche Engpässe durch energiebedingte Lieferkettenstörungen im Zuge der Nahost-Krise abzufedern.
Vorsorge statt Mangelmeldung
Die Siriraj Hospital, die Ramathibodi Hospital und die Maharaj Nakhon Chiang Mai Hospital erklärten, die Anpassungen dienten dem vorsichtigen Management von Medikamenten und medizinischem Material angesichts erhöhter Risiken in der Lieferkette.
Alle drei Häuser betonten, es handle sich um präventive Schritte zur Sicherung der Versorgung, nicht um eine Reaktion auf bereits eingetretene, dokumentierte Engpässe.
Siriraj begrenzt auf einen Monat pro Besuch
Die Siriraj Hospital begrenzte die Ausgabe von Rezepten für ambulante Patienten in allen Behandlungssystemen seit 18. März auf maximal einen Monat pro Termin.
Für die restliche Behandlungsdauer erhalten Patienten Folge-Verordnungen, die entweder per Post zugestellt oder im Krankenhaus abgeholt werden können.
Ramathibodi setzt auf zwei Monate und digitale Wege
Die Ramathibodi Hospital zieht ab 23. März nach und deckelt ambulante Verordnungen pro Termin auf maximal zwei Monate.
Parallel baut das Haus seine Telemedizin aus, unter anderem über die RAMA App, um Wege zu reduzieren und die Auslastung der Ambulanzen zu senken.
Chiang Mai deckelt ebenfalls und streckt Kontrolltermine
Die Maharaj Nakhon Chiang Mai Hospital führte bereits gestern eine Obergrenze von zwei Monaten pro ambulantem Besuch ein.
Bei längeren Abständen zwischen Terminen sollen Nachlieferungen per Post erfolgen, zudem empfiehlt das Krankenhaus stabilen Patienten längere Kontrollintervalle und mehr Telemedizin.
Ministerium meldet Vorräte für drei bis vier Monate
Der stellvertretende ständige Sekretär des Gesundheitsministeriums, Dr. Ekachai Piensriwatchara, sagte, die nationalen Reserven an Medikamenten und medizinischen Verbrauchsgütern reichten für etwa drei bis vier Monate.
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Das Ministry of Public Health überwache gemeinsam mit der Food and Drug Administration (FDA) Angebot und Nachfrage über ein Online-Inventarsystem, das 904 Krankenhäuser landesweit erfasst, und koordiniere dazu Hersteller und Importeure.
Fokus auf Chroniker und psychische Erkrankungen
Besonders im Blick seien Produkte, die bei Störungen der Versorgungsketten schneller knapp werden könnten, darunter Medikamente für chronische Erkrankungen und psychiatrische Indikationen.
Die Behörden wollen so frühzeitig gegensteuern, damit Patienten nicht durch abrupte Lieferausfälle oder ungleich verteilte Bestände zwischen den Kliniken getroffen werden.
Energie sparen und Treibstoff für Notfälle sichern
Krankenhäuser im ganzen Land wurden angehalten, Energiesparmaßnahmen umzusetzen und Telemedizin sowie Medikamenten-Lieferdienste zu fördern, um unnötige Fahrten zu vermeiden.
Zugleich sollen Kliniken mit Tankstellen koordinieren, damit für Notfallfahrzeuge ausreichende Kraftstoffreserven verfügbar bleiben.



Das sollte man unbedingt beibehalten. Wenn ich sehe, wie immer Tüten und Beutel voll mit Medikamenten ausgegeben werden, denke ich immer, das kann unmöglich gesund sein.
Naja, gesund oder ungesund?! Darum geht es doch gar nicht. Von meinem Arzt bekomme ich auch immer eine 100er Packung, auch wenn ich davon pro Tag nur eine Tablette benötige. Es geht um die Medikamentenpreise und den Ausgabeaufwand. Eine 100er Packung kostet weniger als das Doppelte der 50er Packung. Und die Medikamentenausgabe oder die Rezepterstellung verursacht in beiden Fällen denselben Aufwand. Und beides kann man minimieren, wenn man eben größere Mengen der Medikamente verordnet und herausgibt.
Hier geht es aber um die Rationierung der vorhandenen Medikamente. Wie steht es im WB-Artikel? „um mögliche Engpässe durch energiebedingte Lieferkettenstörungen im Zuge der Nahost-Krise abzufedern“. Wenn also die Hersteller, die Zwischenhändler und wer da noch in der Lieferkette aktiv ist, Probleme haben, die Medikamente zu dem Ausgabestellen zu bringen, weil Sprit knapp ist er. Dann werden die Ausgabestellen mit ein und derselben Menge nicht mehr täglich, sondern nur noch jeden zweiten Tag beliefert oder noch seltener. Und dann wird die vorhandene Menge der vorrätigen Medikamente eben „gestreckt“, indem nur noch kleinere Menge herausgegeben werden.