Thailand am Limit: 90 Prozent der Thais stehen vor dem Finanz-Kollaps

Massive Existenzangst erfasst das Land, während fast 90 Prozent der Bürger finanziell am Limit kämpfen. Doch das Vertrauen in den Staat ist zerstört.

Thailand am Limit: 90 Prozent der Thais stehen vor dem Finanz-Kollaps
Bangkok Post

THAILAND – Eine neue Umfrage zeigt: Viele Menschen kämpfen mit massivem Geldstress. Fast neun von zehn Befragten fühlen sich finanziell unter Druck, viele sehen kaum noch Luft zum Atmen.

Viele Haushalte geraten ins Wanken

Die landesweite Befragung erfasste 1.264 Menschen zwischen dem 28. April und dem 1. Mai.

Sie wurde vom Institute of Future Studies for Development durchgeführt.

Kaum einer lebt noch entspannt

88,31 Prozent der Befragten berichteten von finanziellem Stress. Nur 11,69 Prozent halten einen normalen Lebensstandard.

Die Antworten reichen von ersten Belastungszeichen bis zur völligen Überforderung im Alltag.

Reserven reichen oft nicht lange

Bei einem Einkommensverlust glauben 78,62 Prozent, höchstens sechs Monate durchzuhalten.

65,09 Prozent sehen sogar nur drei Monate als realistisch. Etwa ein Drittel schafft laut Umfrage nur einen Monat.

Hilfe kommt selten vom Staat

69,02 Prozent würden sich bei einem finanziellen Schock auf sich selbst oder die Familie stützen.

Nur 3,44 Prozent würden zuerst die Regierung anrufen. Das zeigt ein schwaches Vertrauen in staatliche Hilfe.

Stress trifft auch das Leben

Viele Haushalte verkaufen Vermögen, nehmen Kredite auf oder ziehen zu Verwandten. Das betrifft 76,38 Prozent der Befragten.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

15 Kommentare zu „Thailand am Limit: 90 Prozent der Thais stehen vor dem Finanz-Kollaps

  1. eine oft geübte Praxis sorgt auch dafür, das die Liquidität stark eingschränkt wird, nämlich der Kauf von Waren auf Kredit. Da wird nicht nachgerechnet, wie teuer der untergejubelte Kredit das Produkt auf die Laufzeit des Kredits macht. Oftmals sind die Zinsen und Gebühren und Bedingungen dieses Kredits maßlos überzogen. Das hier erst gespart wird und dann erst, wenn das Ersparte reicht, gekauft wird wird auch nicht so oft gemacht. Wenn sie etwas haben wollen , dann gleich!

  2. Mir als Europaer sagten meine Eltern,hast du dasGeld nicht,kannst es nicht kaufen!Hier gerade umgehrt,hast das Geld nicht,erst recht kaufen auf Kredit!Hier sind praktisch alle verschuldet und am abzahlen mit hohen Zinsen!

    1. Deine Eltern haben 100 % recht. Hier muss ich ein auf dicke Hose machen und mir einen Kredit holen. Beispiel: wofür brauche ich ein 30K Baht teures Handy, wenn es auch eines für 12K Baht macht? Nachbar neues Auto gekauft. Geht ja gar nicht. Brauche auch ein Neues usw.. Sich mal ausrechnen, was der Kredit zum Schluss mich wirklich kostet-macht auch keiner. Denkens weise nur von morgens bis zum Schlafen gehen.

  3. schlechtes bildungssystem, wenig vernünftige chancen für fair bezahlte arbeit, minimalste bereitschaft um einer geregelter arbeit nachzugehen.
    wenn gearbeitet wird, dann meistens nur auf sparflamme, das heisst höchstens dienst nach vorschrift, rumstehen, mit dem smartphone spielen…
    jedoch verlockungen online und tägliche präsenz von gütern „nice to have“ belasten das budget, und die versuchung bleibt bestehen, bis der wille schwach wird. die fallen schnappen zu
    dieses system, diese einstellung generiert keinerlei zukunftsperspektiven, leider

    1. Das Bildungssystem zu reformieren ist wirklich seit Jahren überfällig. Nur leider werden die Reformbemühungen von einflussreichen Kräften seit Jahren verhindert, da sie von schlecht gebildeten Leuten profitieren. Die reiche Elite mitsamt gewisser buddhistischer Richtungen, vor allem jene die mit Sonnenblumen farbenen Shirts durch die Strassen ziehen, sind dafür verantwortlich. Aber das darf man nicht öffentlich äussern, da Gefängnis droht.

  4. Die Überschuldung privater Haushalte ist ja nur ein Aspekt. Da käme dazu der gewerbliche Sektor in Thailand, der noch dieses Jahr vor einer bedeutenden Refinanzierungswelle steht, vor allem auf dem Anleihenmarkt. Die Summe der fälligen Unternehmensanleihen, die umgeschuldet werden müssen, wird auf etwa 876 Milliarden Baht (ca. 22,5 Milliarden Euro) geschätzt. Besonders hoher Umschuldungsbedarf besteht im Finanzwesen: 167,90 Milliarden Baht, Energie: 145,94 Milliarden Baht und Immobilien: 144,33 Milliarden Baht. Experten warnen, dass insbesondere bei den über 20 beobachteten Hochrisiko-Unternehmen die Gefahr von Zahlungsverzögerungen oder Umschuldungsanträgen steigen könnte.
    Da kommt es natürlich zum ungünstigsten Moment wenn die Regierung mit neuen, zusätzlichen Schulden dem Finanzmarkt dringend benötigtes Kapital entzieht um mit der Gießkanne Wohltaten unters Volk zu streuen.

    1. Hallo Oskar, mit der südlichen Landbrücke wird das ganze Minus ins Plus umgewandelt. Im ganzen Land nur noch blühende Landschaften.

  5. @Oskar Kusch

    nicht zu vergessen bei weiterer Erhöhung der Staatsschulden das Thailand die Weltbank im Nacken sitzt die immer wieder pusht und zu unliebsamen Reformen drängt. Wenn erst die thailändischen Staatsanleihen Ladenhüter werden müssen natürlich Anreize
    sprich Zins bzw. Renditen Erhöhungen für Investoren erfolgen die widerrum mit OTC-Derivaten Zins-Swaps und CreditDefaultSwaps von den Investoren wie immer abgesichert werden.

    Dann brauchen nur noch die US-Rating Agenturen warten und ggf. Thailand downgraden war ja schon
    im Gespräch und schon sind aus diesen Thailändischen Staatsanleihen Risikopapiere geworden die widerum weiter
    abgesichert werden usw. Sollte Thailand wegen der miserablen Wirtschaft siehe Deine Prognose
    zahlungsunfähig werden dann werden nicht nur die die Swaps getriggert, sondern auch noch der Thailändischen
    Staatsverschuldung hinzugerechnet. Na ja dann kann ja der IWF einspringen mit grosszügigen Krediten natürlich
    zu seinen Vorgaben Bedeutet GAME OVER und wurde schon oft durchgezogen.

    Ob irgendwer in Thailand dieses Szenario nachvollziehen kann weiss ich nicht. Aber anhand der Handlungen
    die täglich in den Artikeln vom WB zu lesen sind wohl eher nicht.

  6. folgt man diesen Kommentaren, dann kommen sehr sehr schwere Zeiten auf Thailand und seine Bevölkerung zu. Wie wollen Staat und Bevölkerung aus diesem Dilemma herauskommen. Und, anscheinend hat kaum einer so richtig realisiert, das es schon 5 nach 12 ist! Wenn inklusive Staat sehr viele über ihre Verhältnisse leben, rächt sich das irgendwann mal. Bin gespannt ob und welche Maßnahmen ergriffen werden, die allen sehr weh tun werden!? Da wird die Erhöhung der Verbrauchssteuer sicher auch dazu gehören!

  7. Wenn man über die Ursache, des Problems sprechen würde, wäre sicher fehlende Schulbildung ein wichtiger Faktor, Thailand sollte endlich das Schulmaterial und die Uniformen der Schüler, kostenlos zur Verfügung stellen, während 9 Schuljahren. Das ganze Land würde profitieren.

    1. Was nützen kostenlose Uniformen und Schulmaterial, solange der Lehrer Frontunterricht hält und kritische Fragen zum Stoff sanktioniert werden. Gar nichts. Fragen zum vermittelten Schulstoff sind in Thailand unerwünscht und das hat seine Gründe, die man hier nicht benennen darf.

  8. Schon vor Jahren und Monaten habe ich auf dieses Szenario hingewiesen und wurde als „VTler“ denunziert. Ende 2026 beginnt die bittere Wahrheit, die sich in Realität manifestieren wird. Für demographische, bildungsferne und mentalitätsliebende Maßnahmen ist es dann zu spät. Die einfache Bevölkerung wird das TUN der Politiker auskosten dürfen.

    1. Lieber Hansruedi, bringst Du da nicht was durcheinander? Meiner Erinnerung nach war die VTler Bezeichnung unter anderem in Verbindung, dass binnen Jahresfrist der Euro kollabieren würde. War das nicht 2016 oder 2017? Und noch immer zahlen wir nicht mit Hosenknöpfen. Ei der daus… 🤔😂

      1. Lieber Oskar, du bist nicht ganz korrekt. Ich bezog mich hauptsächlich auf die Giftimpfung und ihre monetären sowie die gesundheitlichen Folgen (trifft aber NUR für Diejenigen zu, die das Pech hatten, eine der giftigen Chargen zu erwischen). Übrigens wurde der € schon damals künstlich gestützt und wird es auch heute noch mit Fiat-Geld, bis zum geht nicht mehr, aber sicher nicht mehr lange, denn das System ist am Ende.

Kommentare sind geschlossen.

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