BANGKOK – Ein 28-jähriger Tatverdächtiger hat sich am 18. März 2026 freiwillig auf der Tha Kham Polizeistation gestellt. Die Behörden werfen ihm vor, seine frühere Partnerin vergewaltigt und mit Videoaufnahmen erpresst zu haben. Das Verfahren liegt nun beim Thon Buri Criminal Court.
Vergewaltigung und anschließende Erpressung
Laut Polizei soll Jirapas Kangwankrai (28) seine frühere Partnerin, eine 30-jährige Frau, in der Nähe ihrer Wohnung im Bezirk Bang Khun Thian überwacht und zur Begehung der Straftaten gezwungen haben. Der Vorfall soll sich im Zusammenhang mit einer offenen Forderung über rund 700.000 Baht (etwa 17.500 Euro) ereignet haben, die die Frau dem Mann aus der gemeinsamen Beziehungszeit schuldete.
Im März 2025 übermittelte der Verdächtige der Frau Videoaufnahmen und forderte Rückzahlung der Schulden, anderenfalls würde er das Material veröffentlichen. Als sie nicht zahlte, veröffentlichte er die Aufnahmen im Internet.
Anzeige und Ermittlungsbeginn
Am 13. März 2026 erstattete die Betroffene Anzeige bei der Tha Kham Polizeistation. Die Behörden nahmen umgehend Ermittlungen auf. Als der Fall in thailändischen Medien öffentlich wurde, stellte sich Jirapas fünf Tage später freiwillig der Polizei.
In seiner Vernehmung erklärte er, seine Familie betreibe einen Goldladen. Nach der Trennung von der Frau habe ihm sein Bruder den Zugang zu Familienvermögen verwehrt. Die Schuldforderung habe er als Hebel zur Rückgewinnung von Mitteln genutzt, so die Darstellung der Ermittler.
Polizei lehnt Kaution ab
Die aktuelle Ehefrau des Tatverdächtigen erschien nach der Festnahme und beantragte Freilassung gegen Kaution. Die Polizei lehnte ab. Als Begründung gaben die Beamten die Schwere der Tatvorwürfe an.
Jirapas wurde dem Thon Buri Criminal Court überstellt, der über die weitere Untersuchungshaft entscheidet.
Weitere Betroffene möglicherweise vorhanden
Die Ermittler prüfen, ob der Verdächtige weitere Frauen auf ähnliche Weise erpresst haben könnte. Der ermittelnde Beamte betonte, die Schuldforderung rechtfertige die vorgeworfenen Straftaten in keiner Weise.
Die betroffene Frau wird psychologisch betreut. Das veröffentlichte Videomaterial wurde nach Polizeiangaben inzwischen aus dem Netz entfernt.
Anklage und drohende Strafe
Jirapas Kangwankrai wird wegen Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Erpressung angeklagt. Die thailändische Justiz sieht für diese Delikte in der Regel mehrjährige Haftstrafen vor.
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Der Antrag auf Kaution wurde bereits einmal abgelehnt. Ob ein erneuter Antrag gestellt wird, ist offen. Das Verfahren befindet sich in der Einleitungsphase.



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