PHUKET, THAILAND – Taxifahrer und Betreiber von Mietwagen mit grünem Kennzeichen in Phuket kündigen für den 6. April einen eintägigen Streik an. Sie protestieren gegen hohe Kraftstoffpreise, Preisdumping durch App-Fahrdienste und fordern ein härteres Vorgehen gegen illegale Fahrzeuge.
Eintägiger Streik am 6. April angekündigt
Am 3. April erklärte Watee Wasanarungruang, Vorsitzender des Phuket Yellow-Red Taxi Clubs (Ror Yor 6) für Taximeter-Fahrzeuge, dass die Gruppe am 6. April geschlossen einen Tag lang den Dienst einstellen will.
Der Verband umfasst nach seinen Angaben mehr als 4.000 Mitglieder, darunter Taxi-, Van- und grüne-Kennzeichen-Betreiber, die sich wirtschaftlich nicht mehr in der Lage sehen, zu den aktuellen Bedingungen weiterzuarbeiten.
Hauptgründe: Spritpreise und Preisdumping durch Apps
Als zentrale Belastungen nennt der Verband die stark gestiegenen Kraftstoffkosten sowie sinkende Einnahmen durch aggressive Preisunterbietung konkurrierender App-Plattformen.
Die Fahrer berichten, dass die Einnahmen oft nicht mehr ausreichen, um laufende Kosten zu decken, während gleichzeitig weniger Tour-Aufträge und insgesamt weniger Fahrgäste verfügbar seien.
Rückgang der Touristen seit Kriegsbeginn
Laut Watee habe der Beginn des Krieges zu einem deutlichen Einbruch im Tourismus geführt, den er mit rund 70% beziffert.
Weniger Besucher bedeuten weniger Fahrten, wodurch die Kombination aus sinkender Nachfrage und steigenden Betriebskosten die Lage vieler Fahrer weiter verschärfe.
Petition an den Gouverneur und große Zusammenkunft
Die Gruppe plant eine große Versammlung, um dem Gouverneur der Provinz Phuket ein Schreiben zu überreichen und ihre Forderungen offiziell vorzubringen.
Nach Angaben des Vorsitzenden hätten bereits 2.000 bis 3.000 Personen unterschrieben, um ein konsequenteres Vorgehen gegen illegale Fahrzeuge zu verlangen, die den Markt zusätzlich unter Druck setzten.
Forderung nach konsequenter Kontrolle illegaler Fahrzeuge
Watee fordert von den zuständigen Stellen des Land Transport Department, dass Fahrzeuge ohne korrekte Genehmigungen konsequent nach geltendem Recht verfolgt werden – inklusive Strafen und Maßnahmen bei Lizenzfragen.
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Er warnt davor, Regeln zugunsten finanzstarker Akteure zu lockern, während legale, steuerzahlende Fahrer die Folgen tragen und in ihrer Existenz bedroht seien.
Mehr als 6.000 App-Fahrzeuge in Phuket genannt
Nach Darstellung des Verbands gebe es in Phuket inzwischen mehr als 6.000 App-Fahrzeuge, darunter Motorräder und Autos.
Ein Teil der Fahrer sei bereit, in legale Strukturen zu wechseln, doch dafür brauche es laut Verband gemeinsam mit der Polizei strenge Kontrollen und eine konsequente Durchsetzung der Vorschriften.
Kritik an Polizeifokus und Ruf nach „100%“-Durchsetzung
Watee appelliert an den Polizeichef der Provinz Phuket, die Bekämpfung illegaler Fahrzeuge mit voller Konsequenz anzuordnen und nicht vorrangig andere Gruppen ins Visier zu nehmen.
Er fordert zudem, der Gouverneur solle das Thema zur Provinzagenda machen, um das Überleben legaler Mietwagen- und Taxiunternehmen sowie korrekt steuerzahlender Betreiber zu sichern.
Grüne Kennzeichen: Diesel, hohe Kosten und sinkende Tarife
Ein Betreiber von Mietwagen mit grünem Kennzeichen erklärt, dass viele Fahrzeuge in Phuket mit Diesel fahren, einige mit Benzin oder nachgerüstetem Gas, was die Kosten teils deutlich erhöhe.
Gleichzeitig seien die Kundenzahlen gesunken, während die Betriebskosten stark gestiegen seien – besonders auf längeren Strecken mit anspruchsvoller Topografie.
Beispiel Patong–Stadt: Preise fallen trotz hoher Belastung
Als Beispiel wird die Strecke Patong–Stadt genannt: Früher seien teils über 400 Baht üblich gewesen, heute lägen Angebote teils nur noch bei etwas über 200 Baht.
Einige Apps würden laut Aussage sogar rund 200 Baht anbieten, was die Betreiber als nicht kostendeckend kritisieren und als Hinweis auf Tarife unter dem rechtlich vorgesehenen Niveau werten.
Taxi-Streik – berechtigter Protest oder Problem für alle?
Steigende Spritpreise, sinkende Einnahmen und harter Wettbewerb bringen Fahrer an ihre Grenzen. Jetzt droht ein Stillstand.
Ist der Streik ein notwendiger Schritt, um gehört zu werden – oder trifft er am Ende vor allem die Fahrgäste? Was meinst du: Verständlicher Protest oder falsches Signal?



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