HONGKONG – Zollfahnder am Hong Kong International Airport haben an zwei Tagen insgesamt vier Flugpassagiere festgenommen, die mutmaßlich über 33 Kilogramm Cannabisblüten im Gepäck hatten.
Zwei Thailänderinnen am ersten Juli erwischt
Am 1. Juli 2026 klickten die Handschellen zuerst bei zwei thailändischen Frauen im Alter von 22 und 29 Jahren. Die beiden waren mit einer Maschine aus Bangkok gelandet und gingen den Beamten bei der Gepäckkontrolle ins Netz.
Im Koffer der 29-Jährigen fanden die Fahnder rund 10 Kilogramm mutmaßliche Cannabisblüten. Den Marktwert dieser Lieferung beziffern die Ermittler auf etwa 1,8 Millionen Hongkong-Dollar.
Nächster Coup: Drogen-Kurier über Jakarta eingeflogen
Am Freitagmorgen, dem 3. Juli, schlug der Zoll erneut zu. Ein 38-jähriger Chinese war auf einer Route von Bangkok über Jakarta in Hongkong angekommen. Bei der Durchleuchtung seines aufgegebenen Gepäcks stießen die Beamten auf etwa 13 Kilogramm der verbotenen Blüten.
Der Mann wurde noch am Flughafen festgenommen. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.
Frau aus Hongkong mit zehn Kilo aus Phuket gestoppt
Nur wenige Stunden später, am Freitagnachmittag desselben Tages, ging den Zöllnern eine 33-jährige Hongkongerin ins Netz. Sie war direkt aus Phuket eingeflogen und hatte rund 10 Kilogramm mutmaßliche Cannabisblüten in ihrem Koffer versteckt.
Die Beamten griffen zu, die Frau wurde verhaftet. Zusammen mit dem Fall des Chinesen summieren sich die Funde vom 3. Juli auf 23 Kilogramm mit einem geschätzten Marktwert von rund 4 Millionen Hongkong-Dollar.
Thailand als Drehkreuz im Visier
Die Festnahmen in Hongkong sind kein isolierter Vorgang. Thailand steht im Kontext einer Reihe internationaler Cannabis-Schmuggel-Fälle, darunter Sicherstellungen in Polen, Deutschland und Indonesien.
Allein in Polen und Deutschland wurden kürzlich fast 1,2 Tonnen der Droge abgefangen, die aus Thailand stammen sollen. Noch grösser war der Fund in Indonesien: Die Behörden in Jakarta gaben bekannt, 3,37 Tonnen Cannabisblüten beschlagnahmt zu haben. Auch diese Lieferung soll Berichten zufolge aus Thailand importiert worden sein.
Zoll kündigt härtere Gangart an
Der Zoll von Hongkong erklärte, die Durchsetzung gegen grenzüberschreitenden Drogenschmuggel durch Risikoanalysen und Geheimdienstinformationen weiter zu verstärken. Besonders Passagiere aus Hochrisikogebieten würden ins Visier genommen.
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Gleichzeitig warnte die Behörde die Öffentlichkeit davor, sich für finanzielle Belohnungen am Drogenschmuggel zu beteiligen oder Waren unbekannter Herkunft für andere zu transportieren. Nach der Betäubungsmittelverordnung drohen bei einer Verurteilung eine Geldstrafe von bis zu 5 Millionen Hongkong-Dollar und lebenslange Haft. Die Ermittlungen in den Fällen vom 3. Juli dauern an.



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