Illegale Leihmutterschaft: Chinesische Betrüger festgenommen

Ein skrupelloses Netzwerk verkaufte Embryonen an reiche Kunden, bis ein heftiger Streit alles auffliegen ließ. Jetzt schnappte die Fahnder-Falle im Urlaubsparadies zu. Doch das ist erst der Anfang.

Illegale Leihmutterschaft: Chinesische Betrüger festgenommen
SiamNews

PATTAYA, Thailand – Thailändische Einwanderungsfahnder haben in einem Hotel in Pattaya zugeschlagen und zwei chinesische Staatsangehörige verhaftet. Die beiden wurden per Haftbefehl aus China gesucht – sie sollen ein illegales Leihmutterschaftsnetzwerk betrieben haben.

Zugriff ohne Zwischenfälle

Die Festnahme erfolgte auf Anordnung von Generalleutnant Phanumas Boonyalak, dem Chef der thailändischen Einwanderungsbehörde. Beamte der Einwanderungsabteilung 1 und der Abteilung zur Verbrechensbekämpfung orteten die beiden in einem Hotel in Pattaya.

Nachdem Geheimdienstinformationen bestätigt hatten, dass sich die beiden dort aufhielten, griffen die Ermittler zu. Die beiden chinesischen Staatsangehörigen leisteten keinen Widerstand und wurden widerstandslos in Gewahrsam genommen.

Illegale Leihmutterschaft im großen Stil

Die chinesischen Behörden werfen dem 43-jährigen Mr Y und der 34-jährigen Ms M vor, ein unlizenziertes medizinisches Unternehmen betrieben zu haben. Über die Firma Hangzhou Shengbao Medical and Health Technology Co., Ltd. sollen sie Embryotransfer-Verfahren und illegale Leihmutterschaftsdienste angeboten haben.

Ermittler in China gehen davon aus, dass Mr Y als Anführer eines Netzwerks fungierte, das von März bis Mai 2026 Räumlichkeiten für die Eingriffe bereitstellte. Zahlreiche chinesische Kunden sollen hohe Geldsummen für die verbotenen Dienstleistungen gezahlt haben.

Streit mit Kunden eskalierte

Die Untersuchung in China brachte zutage, dass es während eines Embryotransfers zu einem heftigen Streit mit einem Kunden kam. Die Ermittler vermuten, dass dieser Vorfall mit weiteren Straftaten in Verbindung stehen könnte.

Die genauen Umstände der Auseinandersetzung sind noch unklar, doch die chinesischen Behörden betonen, dass die umfassenderen Ermittlungen weiterlaufen.

Visum annulliert – Fahndungserfolg

Sobald die thailändische Einwanderungsbehörde von den Haftbefehlen des Polizeibüros des chinesischen Konsulats in Kunming erfuhr, zog sie die Visa der beiden Chinesen ein. Mr Y und Ms M hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits nach Thailand abgesetzt.

Die Einwanderungsermittler und die Kriminalitätsbekämpfungseinheit konnten die beiden schließlich in Pattaya ausfindig machen und festnehmen. Die Operation verlief reibungslos und ohne Zwischenfälle.

Jetzt sitzen sie in Abschiebehaft

Die beiden Festgenommenen wurden in eine Abschiebehaftanstalt überstellt. Dort warten sie auf ihre Überstellung nach China, wo ihnen der Prozess gemacht wird.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Das Immigration Bureau fordert die Öffentlichkeit auf, verdächtige ausländische Staatsangehörige über die Hotline 1178 zu melden.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: AseanNow Thailand

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.