Großbrand in Fabrik: 100 Arbeiter fliehen in Ayutthaya

Alarm wie immer ignoriert, dann knallte es gleich zweimal: Fast 100 Arbeiter rannten durch dichten Rauch raus — Was steckte dahinter?

Großbrand in Fabrik: 100 Arbeiter fliehen in Ayutthaya
AmarinTV

AYUTTHAYA, THAILAND – In einem chinesisch geführten Elektronikmaterial-Werk im Rojana Industrial Park ist am 19. April ein Großbrand ausgebrochen, fast 100 Beschäftigte mussten evakuiert werden. Verletzte wurden nicht gemeldet, Behörden prüfen mögliche Auswirkungen von Rauch und Rückständen auf die Umgebung.

Brand im Industriepark Rojana: Was bisher bekannt ist

Das Feuer brach gegen 13.30 Uhr in einer Fabrik im Rojana Industrial Park im Tambon Khan Ham, Bezirk Uthai, in Phra Nakhon Si Ayutthaya aus. Betroffen war nach Angaben der Einsatzkräfte ein Lagergebäude, das durch den Brand beschädigt wurde.

Bei dem Betrieb handelt es sich um eine chinesisch geführte Fabrik für Elektronikmaterialien. Die Behörden nahmen nach dem Löschen Ermittlungen und Kontrollen am Brandort auf.

Evakuierung: Rund 100 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht

Zum Zeitpunkt des Ausbruchs befanden sich nahezu 100 Beschäftigte im Werk, die meisten von ihnen waren Arbeitskräfte aus Myanmar. Nach offiziellen Angaben gab es keine Verletzten oder Todesopfer.

Die Belegschaft war wegen eines Feiertags kleiner als üblich, normalerweise arbeiten dort mehr als 200 Menschen. Die Evakuierung erfolgte, nachdem sich die Lage im Gebäude rasch verschärft hatte.

Löscheinsatz: Mehrere Wasserfahrzeuge, Feuer nach 40 Minuten unter Kontrolle

Feuerwehrkräfte rückten mit sieben bis acht Wasserfahrzeugen aus umliegenden Gebieten an. Nach rund 40 Minuten meldeten die Einsatzkräfte, die Flammen unter Kontrolle gebracht zu haben.

Rettungskräfte berichteten von großen Rauchmengen bereits bei der Ankunft. Wegen gemeldeter Explosionen warteten Teams zunächst, bis die Feuerwehr die Situation bewertet hatte, bevor sie näher an das Gebäude herangingen.

Augenzeugen berichten von Alarm und Explosionen

Ein Arbeiter schilderte, dass zunächst der Alarm ausgelöst wurde, jedoch kaum jemand reagierte, weil es regelmäßig Alarmtests gebe. Kurz darauf sei eine Explosion zu hören gewesen, woraufhin die Beschäftigten durch Rauch aus dem Gebäude flohen.

Auch Einsatzkräfte sprachen von mindestens zwei Explosionen im Inneren. Die Berichte über Knallgeräusche und Rauchentwicklung prägten die ersten Minuten der Evakuierung.

Ermittlungen zur Ursache: Kurzschluss als Möglichkeit

Polizei und Katastrophenschutz inspizierten das Gelände nach dem Brand, konnten den mutmaßlichen Entstehungsbereich zunächst aber wegen dichten Rauchs nicht betreten. Die Untersuchungen zur Brandursache dauern an.

Nach einem Bericht von Amarin TV wird ein elektrischer Kurzschluss als mögliche Ursache in Betracht gezogen, bestätigt ist dies bislang jedoch nicht. Offizielle Stellen haben die genaue Ursache noch nicht abschließend festgestellt.

Auswirkungen auf die Umgebung: Rauch verflog schnell, weitere Checks laufen

Behörden erklärten, der Rauch habe nahegelegene Gemeinden offenbar nicht beeinträchtigt, da er sich schnell verteilt habe. Dennoch wurden Kontrollen eingeleitet, um mögliche Risiken genauer zu bewerten.

Im Fokus steht dabei, ob chemische Rückstände eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen könnten. Weitere Prüfungen sind laut den zuständigen Stellen im Gange.

Weiterer Großbrand in Thailand: Schaden in Phetchaburi

Unabhängig davon wurde aus Phetchaburi ein weiterer Brand gemeldet: In einer Fabrik zur Herstellung von Plastiktüten entstand ein Schaden von über 10 Millionen Baht. Auch dort waren umfangreiche Löscharbeiten nötig.

Um die Flammen wirksam zu bekämpfen, musste laut Bericht eine Wand abgerissen werden. Details zu Verletzten oder zur Brandursache wurden in diesem Zusammenhang nicht genannt.

Deine Meinung

Wie gut sind Thailands Industrieparks aus deiner Sicht auf Brände und mögliche Chemierisiken vorbereitet – reichen Alarm- und Evakuierungsroutinen aus? Schreib uns in die Kommentare, welche Maßnahmen du in solchen Betrieben für unverzichtbar hältst.

Sollten Behörden nach Fabrikbränden grundsätzlich verpflichtend Luft- und Rückstandsanalysen veröffentlichen, auch wenn der Rauch „schnell verfliegt“? Diskutiere mit und teile deine Einschätzung unten im Kommentarbereich.

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Quelle: Thaiger

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