BANGKOK, THAILAND – Ein neunjähriger Junge wurde in Don Mueang von einem Bangkaew-Mischlingshund schwer verletzt, nachdem das Tier ihn in den Genitalbereich biss. Die Polizei ermittelt gegen den mutmaßlichen Halter, während Stadtverwaltung und Hilfsorganisationen medizinische Versorgung und Präventionsmaßnahmen koordinieren.
Schwerer Angriff nahe einem stillgelegten Markt
Der Vorfall ereignete sich am Abend des 10. April im Bereich eines alten, inzwischen geschlossenen Marktes an der Cherd Wutthakat Road im Bezirk Don Mueang in Bangkok.
Der Junge wurde so schwer verletzt, dass er unter Narkose operiert werden musste; die Wunde wurde genäht und er musste anschließend zur Nachsorge und Tollwutprophylaxe wiederholt behandelt werden.
Polizei lädt mutmaßlichen Hundehalter vor
Bei der Metropolitan Police Division 2 (MPB 2) in Don Mueang wurde am 20. April über den Fall beraten, nachdem der mutmaßliche Besitzer laut Familie keine Hilfe geleistet haben soll.
Die Polizei teilte mit, dass bereits eine Vorladung an den Beschuldigten ergangen sei, dieser jedoch die Vorwürfe bestreite und die Annahme der Vorladung verweigert habe.
Ermittlungen: Eigentum am Hund und mögliche Zusatzanklagen
Polizeivertreter erklärten, es werde Beweismaterial gesammelt, um zu klären, wer den Hund tatsächlich hält bzw. besitzt, da dies für die strafrechtliche Verantwortung entscheidend ist.
Abhängig vom ärztlichen Befund könne es zusätzliche Anklagepunkte geben, falls die Verletzung als „schwere Körperverletzung“ eingestuft wird.
Unterstützung durch „Pavena“-Stiftung und Behörden
Pavena Hongsakul, Vorsitzende der Pavena-Hongsakul-Stiftung für Kinder und Frauen, begleitete die Mutter des Jungen zu Gesprächen mit Polizei und zuständigen Stellen, um Hilfe und eine Beschleunigung des Verfahrens zu erreichen.
Parallel wurden Vertreter der Stadt Bangkok und des Bezirks Don Mueang einbezogen, um die Versorgung des Kindes sicherzustellen und Maßnahmen zu erarbeiten, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.
Bangkok verweist auf Regeln zur Tierhaltung und Leinenpflicht
In den Gesprächen wurde auf die Vorschriften der Bangkok Metropolitan Administration zur Kontrolle von Haustieren und zum Verbot des unbeaufsichtigten Freilaufens verwiesen (B.E. 2567).
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Demnach sollen Hunde im eigenen Grundstück gesichert werden; außerhalb des Hauses müssen Halter das Tier kontrollieren, und bei als gefährlich eingestuften Hunden sind Leine und Maulkorb vorgesehen.
Kostenlose Mikrochip- und Impfangebote der Stadt
Die Stadt Bangkok erklärte, sie biete kostenlose Mikrochip-Kennzeichnung und kostenlose Impfungen in allen 50 Bezirken an und verwies auf Servicepunkte unter anderem in IconSiam und Central Rama 3.
Gemeinden können demnach auch über die Bezirksämter mobile Einsätze anfordern, damit Kennzeichnung und Impfungen vor Ort durchgeführt werden können.
Medizinische Nachsorge und finanzielle Entlastung
Der Bezirk Don Mueang kündigte an, kommunale Einsatzkräfte zu beauftragen, Mutter und Kind zu Terminen für Wundversorgung und Tollwutimpfungen zu begleiten, um Reise- und Folgekosten zu reduzieren.
Zusätzlich wurde eine städtische Unfallhilfe in Höhe von 6.000 Baht genannt; außerdem übergaben die Pavena-Stiftung und ein Polizeivertreter weitere Unterstützungsgelder an die Familie.
Familie berichtet von Angst und Sorgen um Spätfolgen
Die Mutter schilderte, der Hund habe den Jungen von hinten attackiert, woraufhin starke Blutungen auftraten und zunächst ein Krankenhauswechsel nötig wurde, um die Operation durchführen zu lassen.
Sie berichtete zudem von erheblichen psychischen Belastungen des Kindes und von Sorgen, ob die Verletzung langfristige Folgen für die Fortpflanzungsfähigkeit haben könnte.
Deine Meinung
Wie sollte in Thailand mit Haltern umgegangen werden, die Hunde unbeaufsichtigt laufen lassen – reichen Vorladungen, Bußgelder und Auflagen aus, oder braucht es strengere Kontrollen?
Schreib uns in die Kommentare, welche Maßnahmen du für sinnvoll hältst: verpflichtende Mikrochip-Kennzeichnung, konsequente Leinen- und Maulkorbpflicht oder mehr Aufklärung in den Gemeinden.



wo der Stellenwert von Hunden höher eingestuft wird als den der Menschen und Hundehalter oft fern jeglicher Einsicht sind entstehen solche Diskusionen wie hier.
Wenn ein Hund Menschen, insbesondere Kinder angreift ist er aus dem Verkehr zu ziehen, der/die Besitzer empflindlich zu betrafen und zum Schadensersatz heranzuuiehen. Ohne Wenn und Aber!