CHIANG MAI, THAILAND – Thailand hat zwischen dem 1. Januar und dem 19. April 2026 insgesamt 133.548 Hotspots registriert – fast 50% mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Satellitendaten von GISTDA zeigen eine starke Zuspitzung im April und eine klare Konzentration im Norden, während Behörden Maßnahmen gegen Waldbrände, Smog und PM2.5 verstärken.
Deutlich mehr Hotspots als 2025
Laut der Geo-Informatics and Space Technology Development Agency (GISTDA) wurden vom 1. Januar bis 19. April 2026 insgesamt 133.548 Hotspots erfasst. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 89.520, was einem Anstieg um nahezu 50% entspricht.
Die Hotspots stehen im Kontext der Bemühungen, Waldbrände, Dunst (Haze) und die Belastung durch Feinstaub PM2.5 einzudämmen. Die Zahlen basieren auf satellitengestützter Erfassung und dienen als Indikator für Brand- und Hitzeereignisse.
GISTDA präsentiert Systeme bei Treffen in Chiang Mai
Am 20. April nahm GISTDA an einem hochrangigen Treffen in Chiang Mai teil, das von Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul geleitet wurde. Dort stellte die Behörde Monitoring- und Prognosesysteme vor, die ein proaktiveres Management von brand- und hitzebedingten Hotspots unterstützen sollen.
Ziel ist es, Einsatzkräfte früher und gezielter in Risikogebiete zu schicken, bevor sich Lagen verschärfen. Die Satellitenüberwachung soll dabei als Entscheidungsgrundlage für Behörden vor Ort dienen.
„Fire Risk Map“ und „Check Dust“: Früherkennung und Echtzeitdaten
Im Mittelpunkt stand das System „Fire Risk Map“, das Satellitenbeobachtungen mit Wetter- und Dürredaten kombiniert, um Hochrisikogebiete im Voraus zu prognostizieren. Dadurch sollen Reaktionsteams früher mobilisiert und präventive Maßnahmen besser geplant werden können.
GISTDA arbeitet zudem mit Katastrophenschutz, Forstbehörden, Nationalparkverwaltung und der Pollution Control zusammen. Für die Luftqualität wird unter anderem die Anwendung „Check Dust“ genannt, die Echtzeitdaten zur Luftbelastung bereitstellt.
April 2026 treibt den Großteil der Hotspot-Aktivität
Die Monatsdaten zeigen 2026 eine starke Bündelung im April, der mehr als die Hälfte aller bislang erfassten Hotspots ausmacht. Damit hebt sich der April deutlich von den vorherigen Monaten ab, die niedriger lagen oder im Jahresvergleich ähnlich ausfielen.
Für Januar werden 9.355 Hotspots (2026) gegenüber 15.153 (2025) genannt. Der sprunghafte Anstieg im April markiert damit den entscheidenden Wendepunkt der bisherigen Saison.
Norden dominiert die landesweite Verteilung
Von den insgesamt 133.548 Hotspots entfielen 82.247 auf Nordthailand und damit der größte Anteil auf diese Region. GISTDA verweist besonders auf nördliche, bewaldete Gebiete, in denen die Detektionen am stärksten konzentriert sind.
Die regionale Schwerpunktlage gilt als zentraler Treiber für Smog- und PM2.5-Probleme, die in der Trockenzeit regelmäßig zunehmen. Die Daten unterstreichen, dass Maßnahmen vor allem im Norden ansetzen müssen.
Wo die Hotspots auftreten: Schutzwälder und Forstreservate
Nach Landnutzung wurden die meisten Detektionen in National Forest Reserves (38.536) registriert. Zudem wurden 10.895 Hotspots auf Agricultural Reform Land (ALRO) erfasst.
GISTDA betont, dass Schutzwälder und nationale Forstreservate zusammen den größten Anteil der registrierten Hotspots ausmachen. Das weist auf eine starke Betroffenheit von Wald- und Naturräumen hin.
Nordprovinzen über Fünfjahrestrend – Annäherung an 2023
Eine kumulative Analyse über 17 Nordprovinzen zeigt von Ende März bis Mitte April 2026 einen steileren Anstieg als 2025. Die aktuellen Werte liegen über dem Fünfjahresdurchschnitt und nähern sich den Spitzenbedingungen aus dem Jahr 2023 an.
Als Treiber nennt GISTDA trockene Bedingungen, hohe Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit, die die Wahrscheinlichkeit von brand- und hitzebedingten Hotspot-Detektionen erhöhen. Diese Faktoren begünstigen sowohl Feuerereignisse als auch thermische Auffälligkeiten.
Hotspots in Südostasien: Thailand, Laos und Myanmar stark betroffen
Satellitenmonitoring mit Suomi NPP (VIIRS-System) zeigte Mitte April eine breite Hotspot-Aktivität auf dem südostasiatischen Festland. Besonders betroffen waren Thailand, Laos und Myanmar.
Beispielhafte Tageswerte: 19. April – Thailand 2.358, Myanmar 1.536; 18. April – Thailand 3.174, Myanmar 3.204, Laos 1.668; 16. April – Thailand 4.656, Laos 5.942; 13. April – Thailand 4.579, Laos 6.358, Myanmar 6.056.
Thailand bleibt in der Region konstant unter den Spitzenreitern
GISTDA bewertet die Zahlen als Ausdruck einer anhaltenden Hotspot-Lage in der gesamten Region. Thailand sei in dem Zeitraum durchgehend eines der am stärksten betroffenen Länder gewesen.
Besonders auffällig sei die Konzentration in nördlichen Waldgebieten, wo die Detektionen am dichtesten ausfallen. Das unterstreicht die Bedeutung grenzüberschreitender Wetter- und Umweltbedingungen für die Smoglage.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: