Visa-Regel sorgt für Wut: Bewerber müssen Profile freigeben

Für das US-Visum sollen Antragsteller plötzlich alle Social-Media-Profile auf „öffentlich“ stellen — sonst hängt der Antrag. Wie weit geht die Kontrolle noch?

Visa-Regel sorgt für Wut: Bewerber müssen Profile freigeben
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BANGKOK, THAILAND – Die US-Botschaft in Thailand verschärft die Visaregeln und verlangt von Antragstellern, ihre Social-Media-Profile für eine Prüfung öffentlich zu machen. Die Ankündigung löste umgehend Kritik aus – vor allem wegen Datenschutz- und Freiheitsbedenken.

Neue Vorgaben der US-Botschaft in Thailand

Die US-Botschaft in Thailand teilte mit, dass neue Regeln für Visaanträge gelten, bei denen Social-Media-Aktivitäten überprüft werden sollen.

Dafür müssen Antragsteller die Privatsphäre-Einstellungen aller Social-Media-Konten auf „öffentlich“ stellen, damit eine Prüfung möglich ist.

Welche Visa-Kategorien betroffen sind

Betroffen sind laut Mitteilung unter anderem Antragsteller für A-3, C-3 (wenn es sich um Hausangestellte handelt), G-5 sowie mehrere H-Kategorien wie H1-B, H-3 und H-4 (als Angehörige von H-1B und H-3).

Außerdem nennt die Botschaft F, M, J, K-1, K-2, K-3, Q, R-1, R-2, S, T, U sowie weitere Non-Immigrant-Visa in der Aufzählung.

Begründung: Identität und Zulässigkeit prüfen

Die Botschaft begründet die Maßnahme mit der notwendigen Überprüfung („Vetting“), um Identität und Einreiseberechtigung nach US-Recht festzustellen.

Wer die Profile nicht öffentlich stellt, muss laut Ankündigung mit Verzögerungen bei der Bearbeitung rechnen.

Unmittelbarer Gegenwind aus dem Netz

In sozialen Netzwerken kam es schnell zu Gegenreaktionen, viele Nutzer äußerten Sorgen über Privatsphäre und Bürgerrechte.

Einige kritisierten zudem, dass das Visaverfahren grundsätzlich vertraulich bleiben sollte und nicht durch öffentliche Profile indirekt „für alle“ sichtbar werde.

Kritikpunkt: Was ist mit Menschen ohne Social Media?

Mehrere Kommentatoren fragten, wie mit Antragstellern umgegangen wird, die gar keine Social-Media-Konten nutzen oder dort nicht aktiv sind.

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ZUM ANGEBOT

Die Botschaftsmitteilung selbst geht auf diese Frage nicht ein, sie spricht allgemein von „allen Social-Media-Accounts“ der Antragsteller.

Politische Vorwürfe und Trump-Bezug in Kommentaren

Ein Teil der Kritik richtete sich gegen das Weiße Haus und wurde mit einer als restriktiv wahrgenommenen Einwanderungspolitik in Verbindung gebracht, teils mit Verweis auf Präsident Donald Trump.

In den Reaktionen wurde die Maßnahme als Eingriff in persönliche Freiheit und Privatsphäre interpretiert, auch wenn sie offiziell mit Sicherheits- und Zulässigkeitsprüfungen begründet wird.

Stimmen aus den Kommentaren

Ein Nutzer namens Danny Dukes schrieb sinngemäß, dass dann „die gesamte Öffentlichkeit“ alle Beiträge sehen könne und Anträge privat bleiben sollten.

Weitere Kommentare lauteten etwa: „Was, wenn sie gar keine Social Media nutzen?“ sowie der Vorwurf, man müsse „Freiheit aufgeben, um das Land der Freiheit zu besuchen“.

Deine Meinung

Ist es aus deiner Sicht gerechtfertigt, dass Visa-Antragsteller ihre Social-Media-Profile öffentlich machen müssen, um eine Einreiseprüfung zu erleichtern?

Wo sollte die Grenze zwischen Sicherheitsinteressen und Privatsphäre liegen – und wie sollten Behörden mit Menschen umgehen, die keine Social-Media-Konten haben? Diskutiere in den Kommentaren.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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