Interpol-Fahndung in Phuket: Killer-Duo in Patong verhaftet

Thailändische Spezialkräfte haben in Patong zwei kirgisische Staatsbürger festgenommen, die per Interpol-Ausschreibung wegen Entführung und Mordes gesucht wurden.

Interpol-Fahndung in Phuket: Killer-Duo in Patong verhaftet
Matichon

PHUKET, THAILAND – Thailändische Spezialkräfte haben in Patong zwei kirgisische Staatsbürger festgenommen. Gegen die Männer besteht eine internationale Suchmeldung von Interpol wegen Verdachts auf Entführung und Mord in ihrer Heimat.

Festnahme in einem Hotel im Bezirk Patong

Beamte der Spezialeinheit und der thailändischen Einwanderungsbehörde identifizierten und verhafteten die beiden Männer in einem Hotel in Patong. Die Verdachtspersonen waren mit gültigen Reisedokumenten ins Land eingereist und hatten sich in der Touristenregion aufgehalten.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um die kirgisischen Staatsbürger Aiat und Adilet, beide 26 Jahre alt. Beide Personen standen laut Behörden auf der Interpol-Liste mit roter Ausschreibung, der höchsten Fahndungsstufe der Organisation.

Vorwürfe: Entführung und tötlicher Angriff in Kirgisistan

Die kirgisischen Behörden werfen den Männern vor, am 11. April einen Mann namens Jiang entführt und anschließend getötet zu haben. Die Leiche des Opfers wurde später in einem abgelegenen Waldgebiet der Provinz Tschui aufgefunden.

Direkt nach der mutmaßlichen Tat verließen die beiden Verdächtigen Kirgisistan und reisten nach Thailand. Kirgisische Ermittler stellten daraufhin eine internationale Fahndungsanfrage an Interpol.

Zusammenarbeit thailändischer und internationaler Behörden

Die thailändische Einwanderungsbehörde wertete Hinweise aus und lokalisierte die Verdächtigen auf Phuket. Die Koordination zwischen nationalen und internationalen Strafverfolgungsbehörden verlief nach Angaben der Polizei ohne Komplikationen.

Die Festnahme selbst verlief ohne Gegenwehr. Beide Männer wurden unmittelbar nach der Verhaftung von den Behörden befragt.

Verdächtige bestreiten Tatbeteiligung

Beide Männer wiesen bei der Vernehmung alle gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Sie bestreiten eine Beteiligung an der Entführung und dem Tod des Opfers.

Ihre Aufenthaltsgenehmigung für Thailand wurde umgehend für ungültig erklärt. Die Männer befinden sich in Abschiebehaft und sollen an die kirgisischen Behörden überstellt werden, wo ein Strafverfahren eingeleitet wurde.

Einreisekontrolle und internationale Fahndung

Der Fall wirft Fragen zum Abgleich von Interpol-Daten bei der Einreise auf. Thailändische Behörden haben bisher keine Stellungnahme dazu abgegeben, warum die per Ausschreibung gesuchten Personen ohne sofortige Festnahme einreisen konnten.

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ZUM ANGEBOT

Die thailändische Polizei betonte die erfolgreiche Identifizierung und Festnahme als Ergebnis internationaler Zusammenarbeit. Weitere Details zum Auslieferungsverfahren wurden nicht mitgeteilt.

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Quelle: Thaiger

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