BANGKOK, THAILAND – Eine 17-jährige Schülerin musste in Bangkok von einem fahrenden Bolt-Motorrad springen, um sich vor ihrem Fahrer zu retten. Der Mann stand unter Drogen und fuhr absichtlich am Ziel vorbei, was nun massive Konsequenzen für den Fahrdienstleister hat.
Schülerin springt von fahrendem Motorrad
Der Vorfall ereignete sich am 23. April 2026 gegen ein Uhr morgens im Bezirk Nong Khaem. Die Jugendliche hatte eine Fahrt vom Rama 2-Gebiet nach Hause gebucht, doch die Reise wurde zum Albtraum.
Während der Fahrt konsumierte der Fahrer ein Kratom-Getränk und ignorierte die Zieladresse der Schülerin. Aus Angst vor dem berauschten Mann sprang das Mädchen an einer roten Ampel vom fahrenden Motorrad.
Drogenkonsum und falsche Identität
Die Schülerin erlitt bei dem Sturz Verletzungen am Kopf, wurde aber von Passanten gerettet. Ein Video der Tat ging in den sozialen Netzwerken viral und löste eine Welle der Empörung aus.
Der Fahrer gab später zu, während der Fahrt Kratom und Cannabis konsumiert zu haben. Zudem nutzte er illegal das Konto seines Vaters, um Aufträge für Bolt auszuführen.
Behörden drohen mit kompletter Sperrung
Patchara Anantasilpa vom Ministerium für Digitale Wirtschaft kritisierte Bolt scharf für das Versagen beim Risikomanagement. Er warnte, dass die Behörden die Plattform in Thailand vollständig blockieren könnten.
Das Unternehmen habe vereinbarte Sicherheitsbedingungen trotz mehrfacher Fristverlängerungen nicht eingehalten. Nun droht Bolt das endgültige Aus, falls keine sofortigen Verbesserungen bei der Fahrerprüfung erfolgen.
Zertifikat steht vor dem Aus
Das Betriebszertifikat von Bolt läuft Ende Mai 2026 ab und eine Verlängerung ist derzeit ungewiss. Von 6.700 Beschwerden im Bereich Ride-Hailing entfielen über 2.000 Verstöße allein auf diesen Anbieter.
Die Behörden fordern nun biometrische Identitätsprüfungen, um das Teilen von Konten zu verhindern. Nur so könne die Sicherheit der Passagiere in Zukunft garantiert werden.
Sicherheit für junge Frauen gefordert
Der Fall zeigt die gefährlichen Mängel bei thailändischen Fahrdiensten auf, wo oft nicht lizenzierte Fahrer unterwegs sind. Soziale Mediennutzer fordern nun drastisch bessere Schutzmaßnahmen für junge weibliche Fahrgäste.
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