BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Regierung plant einen massiven Vorstoß gegen die zerstörerischen Folgen von Hochwasser und Trockenheit. Ein neuer Milliarden-Plan soll die Wasserversorgung in allen 22 großen Flussbecken des Landes sichern.
Kampf gegen Flut und Dürre
Der stellvertretende Premierminister Songsak Thongsri stellte gestern im Regierungsgebäude die neuen Pläne vor. Die Regierung will das Management der Wasserressourcen grundlegend verbessern und koordinieren.
Das Ziel ist der Schutz vor Überschwemmungen und die Vorsorge gegen Wasserknappheit. Viele Regionen leiden unter beiden Extremen, was die Menschen vor große Herausforderungen stellt.
Milliarden für über zehntausend Projekte
Für das Haushaltsjahr 2027 sieht der Entwurf insgesamt 10.127 einzelne Projekte vor. Das geplante Budget für diese Maßnahmen beläuft sich auf über 196,1 Milliarden Baht.
Insgesamt 18 Behörden aus sieben verschiedenen Ministerien sollen an der Umsetzung arbeiten. Dieser Plan ist fest in der langfristigen nationalen Strategie des Landes verankert.
Systematische Planung rettet Ernten
Songsak Thongsri erklärte, dass Überschwemmungen durch zu geringe Speicherkapazitäten entstehen. Im Gegensatz dazu resultiere Dürre aus einer unzureichenden Versorgung der betroffenen Gebiete.
„Beide Herausforderungen können durch systematische Planung gemeinsam angegangen werden“, betonte der Politiker. Durch eine bessere Verwaltung der Wassermengen sollen beide Probleme gleichzeitig gelöst werden.
Schutz für alle Flussbecken
Das Amt für Nationale Wasserressourcen hat bereits alle 22 Flussbecken genau kartiert. Diese Karten dienen als Grundlage, um die Projekte in allen Gebieten präzise zu steuern.
Dabei geht es vor allem um den Ausbau von Rückhaltezonen und Umleitungssystemen. Auch moderne Frühwarnsysteme sollen die Bevölkerung künftig schneller vor Gefahren warnen.
Effiziente Nutzung der Steuergelder
Die Behörden müssen ihre Projekte nun sorgfältig priorisieren, um Doppelarbeit zu vermeiden. Nur so lassen sich die begrenzten Budgets laut Songsak Thongsri effektiv einsetzen.
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Einen Satz finde ich bemerkenswert, bzw. sehr logisch: „Durch eine bessere Verwaltung der Wassermengen sollen beide Probleme gleichzeitig gelöst werden“. Nicht „sollen“, können muss es heißen. Weltweit wurden hunderte/tausende von Kilometern Gas- oder Ölpipelines verlegt, da muss es doch in Thailand möglich sein, das Wasser aus den Überschwemmungsgebieten in neu angelegte Becken/Stauseen zu leiten. Das dieses nicht „mal eben“ realisiert werden kann ist schon klar, das Problem mit zu viel/zu wenig Wasser ist aber in Thailand schon immer aufgetreten, viel Geld wird/wurde hier allerdings in weitaus unwichtigere Projekte gesteckt. Ob der massive Vorstoß der Regierung nun wieder nur ein Plan bleibt werden wir sehen.