Thailand Tourismus-Krise: Hoteliers schlagen Alarm

Thailands Tourismus steckt in der Krise: In Pattaya stürzen die Hotelbuchungen auf 30 Prozent ab, während Betriebskosten explodieren. Hoteliers schlagen Alarm und fordern staatliche Notfallhilfen. Droht ein landesweiter Kollaps?

Thailand Tourismus-Krise: Hoteliers schlagen Alarm
Matichon / ThaiExaminer

Pattaya, Thailand – Der Tourismus im Land gerät spürbar ins Rutschen: Weniger ausländische Gäste, geringere Ausgaben pro Kopf und gleichzeitig steigende Kosten setzen Hotels, Restaurants und Veranstalter unter Druck. Besonders hart trifft es Pattaya, Chon Buri und Bangkoks Khao San Road. Die Branche fordert nun schnelle Hilfe von der Regierung – von Flugsubventionen bis zu kostenlosen Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026.

Pattaya und Chon Buri schlagen Alarm

In Pattaya ist die Hotelbelegung auf 30 bis 40 Prozent gefallen. Der Verband der Tourismusföderation von Chon Buri meldet zudem, dass die Buchungen in Bang Saen in diesem Monat um 50 Prozent eingebrochen sind.

Letzte Woche trafen sich Vertreter aus Pattaya und Chon Buri mit Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul. Sie drängten auf sofortige Hilfen, vor allem auf Flugsubventionen im Rahmen von Thai Teaw Thai Plus.

Weniger Gäste, weniger Geld in der Tasche

Im April gingen die ausländischen Touristenankünfte im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent zurück. Gleichzeitig gaben Besucher nach ihrer Ankunft deutlich weniger Geld aus als früher.

Die Branche spricht von sinkenden Einnahmen bei Hotels, Restaurants und Unterhaltungsbetrieben. Dazu kommen höhere Kosten für Kraftstoff, Lebensmittel und Verpackungen, die viele Betriebe immer stärker belasten.

Khao San Road spürt den Doppel-Schlag

Auch in Bangkok läuft es schlecht. Auf der Khao San Road liegen die Buchungen seit Songkran mehr als 20 Prozent unter dem Vorjahr, während die Ausgaben der Gäste weiter fallen.

Sanga Ruangwattanagul von der Khao San Road Business Association sagte: „Tourist destinations like Khao San Road are facing a double blow. A decline in tourists and a contraction in purchasing power, while costs are rising.“

Homeoffice bremst Kongresse aus

Nach Angaben der Betreiber haben Homeoffice-Regelungen den Markt für Tagungen und Seminare deutlich getroffen. Öffentliche Stellen verschoben Reisen, private Firmen sagten Hotelkonferenzen ab oder legten sie auf Eis.

Dadurch fällt eine wichtige Einnahmequelle weg. Hotels kämpfen nun aggressiv um weniger Gäste und locken mit Rabatten und Aktionspaketen, um Zimmer zu füllen.

Mehr Fokus auf Asien und Fußball als Hoffnung

Die Betreiber wollen den Blick stärker auf nahe asiatische Märkte wie China, Hongkong, Taiwan, Indien, Malaysia und Südkorea richten. Thanet Supornsahasrungsi sagte dazu: „Now we must prioritise domestic and short-haul markets.“

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Gleichzeitig setzt die Branche auf größere Anreize im Land selbst. Sanga fordert kostenlose Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, weil sie die nächtlichen Ausgaben in Hotels, Bars und Restaurants um 30 bis 50 Prozent erhöhen könnten.

Khao San Road plant Halloween

Für die Hochsaison planen die Betreiber der Khao San Road außerdem ein großes Halloween-Event. Dafür sind mehr als 5 Millionen Baht eingeplant.

Geplant ist zudem ein Preisgeld von 100.000 Baht für den Gewinner des besten Kostümwettbewerbs. Die Betreiber hoffen, damit ausländische Besucher anzulocken und die Ausgaben wieder anzukurbeln.

Prognose sinkt, Druck steigt weiter

Die Tourismusbehörde von Thailand hat ihre Prognose für ausländische Ankünfte 2026 bereits von 35 Millionen auf 30 Millionen gesenkt. Gleichzeitig geben einige Besucher statt 1.000 Baht nur noch 700 bis 800 Baht pro Ausflug aus. Für die Branche bleibt damit wenig Luft.

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Quelle: Thai Examiner

Ein Kommentar zu „Thailand Tourismus-Krise: Hoteliers schlagen Alarm

  1. Der 2 Punkte Plan der Tourismus Behörde: 1 . Weniger Touristen.
    2. Mehr Einnahmen.
    Der erste Punkt ist umgesetzt.
    Der zweite Punkt braucht halt noch etwas Geduld…

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