PHUKET – Ein Kranhaken verfing sich in der Glasfaser-Dachkonstruktion eines offenen Touristenbusses und riss ein Stück des Oberdecks ab. Trümmer prasselten auf Passagiere herab und erwischten ein vorbeifahrendes Motorrad. Vier Menschen kamen verletzt ins Krankenhaus.
Kranhaken verfängt sich am Oberdeck
Der Zwischenfall trug sich am 9. Juni gegen 14:30 Uhr vor dem Nawamin Plaza an der Phuket Road in Talad Yai zu. Ein geparkter Kran, bedient vom 69-jährigen Prayoon Chumsri, stand an einer Arbeitsstelle.
Als der offene E-Bus mit Fahrer Thanakorn Charoensong-ek (69) vorbeifuhr, blieb der Kranhaken an der Glasfaserkonstruktion über dem oberen Passagierdeck hängen. Der Aufprall riss einen Teil der Struktur direkt in die Sitzreihen.
Vier Verletzte – auch Touristen betroffen
Die herabstürzenden Trümmer trafen zwei Passagiere im Bus: die 23-jährige Chollada Labsaeng und die 40-jährige Chinesin Shan Lu. Zeitgleich geriet ein Motorrad mit Yala-Kennzeichen in die Trümmerflugbahn.
Auf dem Zweirad saßen Fahrer Muhammad Ruswan Saeleh (22) und sein philippinischer Beifahrer Joseph Ballaran Bonghanoy (40). Beide wurden von Bruchstücken getroffen und verletzt.
Rettungskräfte brachten alle ins Krankenhaus
Polizei und Rettungsdienst rückten sofort an. Die Verletzten wurden noch vor Ort versorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Über die Schwere der Blessuren machten die Einsatzkräfte zunächst keine Angaben. Die Unfallstelle blieb nach der Bergung für die Spurensicherung abgesperrt.
Der Bus: Kostenloser E-Shuttle der Stadt
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen von mehreren vollelektrischen Sightseeing-Bussen der Phuket City Municipality. Die offene Bauweise ohne Dach soll Touristen freien Blick auf die Architektur der Altstadt geben.
Die Stadt hatte den kostenlosen Shuttle-Dienst Ende vergangenen Jahres gestartet. Ziel war nachhaltiger Tourismus im historischen Viertel von Phuket Old Town.
Polizei sichert Beweise und ermittelt weiter
Polizeileutnant Bandita Thong-aun, stellvertretende Ermittlerin der Phuket City Police Station, dokumentierte den Unfallort und sammelte Beweise. Fotos vom Kran, der abgerissenen Konstruktion und den Trümmerteilen flossen in die Akte. Eine Verantwortlichkeit für den Unfall hat die Polizei noch nicht festgestellt. Sie kündigte weitere Untersuchungen an, bevor eine rechtliche Würdigung des Falls in Betracht kommt.
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