UTHAI THANI – Ein vorbestrafter Sexualtäter lauert einer Schülerin auf dem Schulweg auf und tötet sie. Der 35-Jährige gesteht die Tat und gibt an, das Opfer tagelang über Facebook verfolgt zu haben. Erst vor sieben Monaten war er wegen Vergewaltigung aus der Haft entlassen worden.
Verdächtiger gesteht Tat und schildert Auflauern
Der als „Iang“ bekannte Mann wurde am Abend des 12. Juni festgenommen, nachdem über 50 Einsatzkräfte die Gegend durchkämmt hatten. Gegenüber dem Dorfvorsteher und der Polizei räumte er ein, die Gymnasiastin gegen 6:30 Uhr auf der Straße Bo Yang – Nong Takhian attackiert zu haben.
Er habe das Opfer nicht gekannt, aber tagelang auf Facebook beobachtet und gewusst, dass sie dort regelmäßig mit dem Motorrad zur Schule fährt. Bereits um 3 Uhr morgens habe er im Wald auf sie gewartet.
Sieben Monate nach Haftentlassung erneut zugeschlagen
Polizeiangaben zufolge verbüßte der 35-Jährige zuvor eine Strafe wegen Vergewaltigung und Diebstahls. Vor rund sieben Monaten kam er frei. Dass sein Sohn vorbestraft war, wusste der Vater nach eigener Aussage nicht.
Die Beamten fanden unter anderem einen Fahrzeugschlüssel. Das mutmaßliche Tatmesser soll der Beschuldigte etwa einen Kilometer vom Tatort entfernt entsorgt haben. Er trug bei der Tat eine khakifarbene Shorts und ein Buriram-Fußballtrikot.
Vater spricht von psychischen Problemen
Der Vater des Verdächtigen sagte Reportern, sein Sohn habe am Morgen nach der Tat nur von einem Motorradunfall gesprochen. Er habe Schürfwunden am Knie gehabt und behauptet, Nudelsuppe essen gewesen zu sein. Im Nachhinein erkannte der Vater rote Schuhe des Sohnes auf einem in der Dorf-WhatsApp-Gruppe geteilten Foto wieder.
Sein Sohn leide an psychischen Problemen, nehme die vom Arzt verordneten Medikamente aber nicht. Von der Vorstrafe wegen Vergewaltigung habe er nichts gewusst. Der 35-Jährige selbst sprach von einer Kurzschlusshandlung.
Anwohner wollen das Gesicht des Täters sehen
Als sich herumsprach, dass der Verdächtige zur Wache Sawang Arom gebracht werden soll, versammelten sich über 100 Dorfbewohner. Sie wollten den Mann sehen, der die als fleißig und hilfsbereit bekannte Schülerin auf so grausame Weise getötet hatte. An schulfreien Tagen half das Mädchen seinem Vater bei der Arbeit, um die Familie zu unterstützen.
Die Stimmung war so aufgeladen, dass die Beamten Zivilschutzkräfte und Dorfsicherheitshelfer einsetzten, um die Menge auf Abstand zu halten. Es bestand die Sorge vor spontaner Lynchjustiz, wie Einsatzleiter Polizeigeneral Worawat Mali erklärte.
Polizei prüft Tatrekonstruktion mit Sicherheitsbedenken
Der stellvertretende Kommandeur der Polizeiregion 6 zeigte sich zuversichtlich, mit dem Geständnis und den sichergestellten Beweisstücken den Richtigen gefasst zu haben. Die Vernehmungen werden auf der Wache Sawang Arom fortgesetzt, um die Akte zügig dem Gericht vorzulegen.
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Ob es eine öffentliche Tatrekonstruktion geben wird, ist noch offen. Die Ermittler wägen ab, ob der Verdächtige freiwillig mitwirkt – und ob seine Sicherheit dabei gewährleistet werden kann. Der Fall sorgt in der Region für großes Entsetzen.
Beweislage soll am Samstag vollständig sein
Gegen 21:30 Uhr wurde der Beschuldigte am Freitagabend auf die Wache Sawang Arom überstellt. Auf Fragen von Reportern nach dem Grund für den Mord an der Schülerin schwieg er. Wütende Anwohner verfluchten ihn, während die Einsatzkräfte ihn abschirmten.
Polizeigeneral Worawat Mali rechnet damit, dass die Beweise am 13. Juni vollständig vorliegen. Er bat die Bevölkerung um Vertrauen in die Polizeiarbeit, die den Fall mit Hochdruck zum Abschluss bringen werde.



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