BANG PHLI, SAMUT PRAKAN – Ein 40-jähriger Kanadier ist am 12. Juni 2026 aus dem zweiten Stock einer Fabrik in den Tod gesprungen. Polizisten versuchten vergeblich, den völlig aufgelösten Mann zum Aufgeben zu bewegen. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Kopfverletzungen.
Kopfvoran in die Tiefe
Der Mann mit Vornamen Ryan rannte am frühen Abend oberkörperfrei und in einem offensichtlichen Ausnahmezustand in das Fabrikgebäude in Bang Phli Yai. Arbeiter riefen ihm zu und wollten ihn stoppen, doch er ignorierte alle Warnungen und stürmte direkt in den zweiten Stock.
Dort schlug er mit dem Ellbogen eine Glastür ein, die auf einen Balkon führte. Er kletterte durch die Scherben und stand im Freien, während er laut schrie – Zeugen beschrieben sein Verhalten später als verzweifelte Raserei.
CCTV zeichnete Todesdrama auf
Kameras einer Privatfirma hielten fest, wie der Kanadier durch das Gebäude hetzte. Aufnahmen zeigen, wie er plötzlich die Richtung änderte, nachdem er zunächst den Anschein erweckt hatte, die Toiletten benutzen zu wollen.
Die erste Zeugin, eine Reinigungskraft des Betriebs, sah den Mann noch im Treppenhaus verschwinden. Wenig später hörte sie das Glas splittern und beobachtete, wie der Fremde auf den Balkon hinaustrat.
Polizisten sprachen ihn auf Englisch an
Streifenbeamte der Bang Kaew Police Station trafen rasch am Tatort ein und näherten sich dem Mann zu Fuß. Sie sprachen ihn mehrfach auf Englisch an und versuchten, ihn zum Herunterkommen zu bewegen.
Der 40-Jährige reagierte jedoch nicht auf die Beamten. Kurz nach den vergeblichen Ansprechversuchen sprang er kopfüber vom Balkon und prallte auf den Betonboden.
Verwüstetes Hotelzimmer gibt Rätsel auf
Ermittler fanden heraus, dass Ryan in einem Hotel etwa 500 Meter von der Fabrik entfernt übernachtet hatte. Bei der Durchsuchung seines Zimmers entdeckten Kriminalbeamte umfangreiche Schäden und chaotische Zustände.
Habseligkeiten lagen im Raum verstreut, und der Hotelkühlschrank war in das Badezimmer transportiert worden. Die Polizei wertete dies als Anzeichen für schwer gestörtes Verhalten, bevor der Mann das Hotel verließ.
Leichnam wird auf Drogen untersucht
Rettungskräfte erklärten den Kanadier noch am Unfallort für tot. Der Leichnam wurde zur postmortalen Untersuchung an das Institute of Forensic Medicine am Chakri Naruebodindra Medical Institute des Ramathibodi-Krankenhauses überführt.
Dort sollen auch Tests auf Drogen und Alkohol klären, ob Substanzen eine Rolle spielten. Die Polizei hat den Vorfall protokolliert und Thailands Foreign Affairs Division sowie die kanadische Botschaft eingeschaltet, um die Angehörigen zu verständigen.
Hilfe in seelischer Not
Die genauen Gründe für den verzweifelten Zustand des Mannes sind weiterhin unklar. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an.
Wer sich selbst in emotionaler Not befindet, kann sich rund um die Uhr an die Samaritans of Thailand wenden: 02 713 6791 (Englisch), 02 713 6793 (Thai) oder an die Thai Mental Health Hotline unter 1323. Suchen Sie Hilfe und sprechen Sie mit Freunden oder Verwandten.



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