PATTAYA, CHONBURI – Zwei 14-jährige Mädchen sind am späten Nachmittag in einem Wohnsiedlungs-Pool ertrunken. Zeugen zogen die leblosen Körper zwar noch aus dem Wasser, doch sämtliche Wiederbelebungsversuche scheiterten. Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen von einem tödlich geendeten Wettstreit im Luftanhalten aus.
Taucher reglos am Beckenboden
Die Tragödie ereignete sich am 13. Juni in der Soi Boon Samphan im Bezirk Nong Prue. Ein Bewohner, der als Zeuge Leo identifiziert wurde, wollte am frühen Abend selbst schwimmen gehen. Ihm fielen zwei regungslose Gestalten am Grund des Pools auf.
Zunächst dachte er, die Mädchen würden nur tauchen. Als sie auch nach Minuten nicht auftauchten, schlug er Alarm. Dorfbewohner sprangen sofort ins Wasser und brachten die Teenager an den Beckenrand.
Mehr als 30 Minuten vergebliche Wiederbelebung
Als Rettungskräfte eintrafen, versuchten Anwohner bereits eine Herz-Lungen-Massage. Beide Mädchen hatten keinen Puls und waren nicht ansprechbar. Aus ihren Nasen lief Blut.
Die Notfallmediziner setzten die Wiederbelebung über eine halbe Stunde lang fort. Jede Hilfe kam zu spät. Beide Mädchen starben noch am Unfallort.
Handy filmte das tödliche Wett-Tauchen
Am Beckenrand fanden Polizisten zwei Mobiltelefone und ein Glas Wasser. Eines der Geräte lief noch und zeichnete das Geschehen auf. Auf den Bildern sind die Mädchen beim gemeinsamen Tauchen zu erkennen.
Offenbar hatten sie sich einen Wettbewerb geliefert, wer unter Wasser länger die Luft anhalten kann. Der Pool ist an seiner tiefsten Stelle drei Meter tief und bietet für solche gefährlichen Spiele keine Sicherheitsmarge.
CCTV zeigt dramatische Sekunden
Überwachungskameras dokumentieren die minutiöse Abfolge. Um 17:36 Uhr schwimmen und tauchen die Mädchen wiederholt in der Beckenmitte. Kurz darauf gerät eine von ihnen unter Wasser in Panik.
Die andere versucht zu helfen. Beide verschwinden unter der Wasseroberfläche. Erst um 17:46 Uhr – zehn Minuten später – nähert sich ein Anwohner und bemerkt die Katastrophe.
Mutter hatte eindringlich vor dem Pool gewarnt
Die Mutter eines der Opfer setzte ihre Tochter gegen 16 Uhr in der Siedlung ab. Die 14-Jährige wollte eine enge Freundin besuchen. Sie hatte ihrer Tochter aus Sorge streng verboten, in den Gemeinschaftspool zu gehen.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Als sie das Kind später telefonisch nicht erreichte, wählte sie erneut die Nummer. Ein Rettungshelfer nahm ab und überbrachte die Todesnachricht. Die Frau brach noch vor Ort zusammen und musste medizinisch versorgt werden.
Angehörige erleiden Schock und Ohnmacht
Nicht nur die Mutter des Mädchens erlitt einen Zusammenbruch. Berichten zufolge fielen am Unfallort weitere Verwandte vor Schock und Trauer in Ohnmacht. Die Szenen an dem von Schaulustigen umlagerten Pool waren von Verzweiflung und Fassungslosigkeit geprägt.
Die alarmierte Polizei musste teils selbst Angehörige betreuen, während die Spurensicherung anlief. Rettungsdienste behandelten mehrere Personen wegen akuter Schockzustände.
Polizei leitet Untersuchung ein
Polizeileutnant Burapa Jaiharn von der Station Nong Prue übernahm die Leitung vor Ort. Die Beamten befragten Zeugen und sicherten die aufgezeichneten Handyvideos als zentrale Beweismittel. Sie sollen erklären, warum das Spiel so plötzlich eskalierte.
Die Leichen der beiden 14-Jährigen wurden noch am Abend zur Übergabe an die Familien freigegeben. Die Behörden erklärten, die weiteren Ermittlungen zum genauen Hergang des Unglücks dauern an.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: