UTHAI THANI – Ein Krimineller lauert einer 17-jährigen Schülerin auf dem Schulweg auf, greift an und schleift das Mädchen an den Straßenrand. Zwei Tage später verneigt sich der Täter vor dem Vater des Opfers – und kassiert einen Satz, der unter die Haut geht.
Hilferufe, die keiner vergisst
Am frühen Morgen des 12. Juni 2026 fuhr Nong Namwan wie immer mit ihrem Motorrad zur Schule. Ihr Vater schickte sie los und bemerkte schnell, dass etwas nicht stimmte – seine Tochter bog nicht wie sonst ab, stattdessen hörte er verzweifelte Rufe.
„Hilf mir“, schrie die 17-Jährige, als sie auf ihren Vater zulief. Der Angreifer flüchtete mit verhülltem Gesicht über die Straße, das Mädchen blieb schwer verletzt zurück.
Der Täter wartete am Straßenrand
Die Polizei rekonstruierte den Tathergang: Mr. Iang wurde aufgrund seiner Taten festgenommen. Die Hintergründe des Vorfalls werden derzeit von den Behörden intensiv untersucht.
Nong Namwan erlag ihren schweren Verletzungen kurz darauf im Gesundheitszentrum, das nur 1,8 Kilometer vom Tatort entfernt lag.
Schuhe und blutige Handschuhe verraten ihn
Noch am Abend des Tattages schnappte die Polizei zu. Am Tatort fanden die Beamten die Schuhe des Täters, die sein eigener Vater später eindeutig identifizierte. Blutbefleckte Handschuhe, Kleidung und ein Schlüsselband mit Blutanhaftungen wurden sichergestellt.
Die Tante des Beschuldigten lieferte das entscheidende Geständnis: Mr. Iang hatte ihr gegenüber unmittelbar nach der Tat zugegeben: „Habe heute Morgen gerade jemanden niedergestochen.“ Bei der Vernehmung brach der Mann schließlich zusammen und gestand die Tat.
Vergewaltigung als Motiv – und ein beängstigender Verdacht
Der Beschuldigte gab an, er habe Nong Namwan vergewaltigen wollen. Die Polizei prüft jetzt Berichte, wonach Mr. Iang möglicherweise über Facebook nach Opfern suchte und dabei auch das Profil einer anderen jungen Frau aufrief.
Bislang gehen die Ermittler aber von einer ersten Tatausführung nach diesem Muster aus. Die genauen Umstände der Opferauswahl werden weiter untersucht.
Eine Verbeugung – und drei Worte voller Schmerz
Bei der Pressekonferenz am 14. Juni hob Mr. Iang die Hände zum Wai, verneigte sich vor dem Vater der toten Schülerin und bat stumm um Vergebung. Der Vater sagte nur einen Satz, kurz und eiskalt: „Mögest du im Gefängnis sterben.“
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Der Moment war voller Trauer und Fassungslosigkeit. Auch der Vater des Beschuldigten war anwesend und berichtete, sein Sohn sei seit der Kindheit psychisch instabil – Drogen habe er jedoch nie konsumiert.
Ein Mann mit düsterer Vergangenheit
Mr. Iang ist kein unbeschriebenes Blatt. 2009 wanderte er für Vergewaltigung und Freiheitsberaubung für ein Jahr und 12 Monate hinter Gitter. 2013 folgte eine Verurteilung wegen Raubes mit acht Jahren Haft, aus der er 2019 entlassen wurde.
2021 verurteilte ihn ein Gericht erneut: drei Jahre und 12 Monate für die Entführung eines Kindes unter 15 Jahren, dazu 500 Baht Geldstrafe. Erst am 23. Oktober 2025 kam er frei – vor gerade einmal acht Monaten.
Polizei zweifelt an sauberer Weste
Belege für Drogenkonsum am Tattag fanden die Ermittler nicht. Dennoch bleiben Zweifel: Wegen der Vorgeschichte des Beschuldigten prüft die Polizei weiter, ob Drogen bei der Tat eine Rolle spielten.
Der stellvertretende Kommandeur der Provinzialpolizei, Generalmajor Worawat Mali, bestätigte, dass die Hintergründe des Angriffs weiter untersucht werden. Mr. Iang sitzt in polizeilichem Gewahrsam. Die Ermittlungen dauern an.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: