BANGKOK – Banthat Thong kocht über. Das legendäre Street-Food-Viertel der Hauptstadt hat sich in der ersten Jahreshälfte 2026 endgültig von einer reinen Essensstraße in ein pulsierendes Gastro- und Lifestyle-Zentrum verwandelt. Während Thailand mehr als 15,45 Millionen ausländische Besucher empfängt, brummt der Kiez nicht nur bei Touristen: Über 60 Prozent der Gäste sind nach wie vor Thailänder, die hier die kulinarische Seele des Landes suchen.
Ein Viertel im Wandel – von der Essensstraße zum Hotspot
Die Mischung macht’s. Banthat Thong lockt längst nicht mehr nur mit der legendären Reissuppe von Jeh O, die seit Jahren die Massen anzieht. Längst haben sich landesweit bekannte Größen hier niedergelassen, um die urbane Kaufkraft anzuzapfen und ihre Markenbekanntheit zu katapultieren.
Das Areal unter der Verwaltung der PMCU (Property Management of Chulalongkorn University) dient als Sprungbrett. Von Nord nach Süd wählen Gastro-Marken aus verschiedenen Provinzen genau diesen Ort, um von der zentralen Lage zu profitieren, die, so die Betreiber, nicht nur Laufkundschaft bringt, sondern auch das lukrative Liefergeschäft massiv ankurbelt.
Von Chiang Mai bis Pattani – ganz Thailand tischt hier auf
Wer durch die Gassen schlendert, findet kulinarische Importe aus dem ganzen Land. Aus Chiang Mai haben Suki Chang Phueak und Suang Bualoy Chang Phueak Filialen eröffnet. Aus Samut Sakhon kam Jade’s Cafe Lod Chong Wat Jade dazu, und selbst Baan Ko Nom Sod, ein bekannter Laden für Holzkohle-Toast aus dem tiefen Süden Pattanis, backt hier frisch.
Auch Premium-Marken drängen ins Viertel. Die erstklassige Thai-Tee-Marke Chalong, entwickelt vom Hersteller des Three Horses Tees, hat ebenso einen Standort bezogen wie der allgegenwärtige ChaTraMue. Banthat Thong zementiert damit seinen Ruf als kulinarisches Wahrzeichen zum Essen und Fotografieren.
Der heimliche Star mit 4,9 Sternen
Neben alteingesessenen Magneten wie Nueng Nom Nua sticht ein rasant aufgestiegener Laden hervor: Hereduan. Mit einer glühenden Kundenbewertung von 4,9 Sternen zieht der Laden fast jeden Abend dichte Warteschlangen an, die sich geduldig die Beine in den Bauch stehen.
Der Erfolg dieser Gastro-Magneten strahlt auf das gesamte Viertel aus. Er beweist, dass Banthat Thong eine Bühne ist, auf der clevere Betreiber nicht nur überleben, sondern zu starken Marken heranwachsen, die später in Einkaufszentren und Großprojekte im ganzen Land expandieren.
Vom Handkarren zur Marke – die Aufsteiger des Kiezes
Louisvanich, Kampang, Everyday Thai Tea oder HAAB Songkhla Eierkuchen: Sie alle bauten hier ihre Stammkundschaft auf. Heute sind sie feste Größen, die landesweit in Malls zu finden sind. Ein Paradebeispiel für diesen kometenhaften Aufstieg ist Paa Nee Kung Chae Nam Pla.
Einst als kleiner Handkarren gestartet, brummt der Laden heute als fester Standort. Er steht sinnbildlich für das Potenzial der Straße, die kleinen Betreibern echte Chancen bietet, sich zu etablieren und durchzustarten.
Die monatliche Messe als Turbo für kleine Läden
Ein weiterer Wachstumstreiber ist die „Banthat Thong Fair“, die von der PMCU jeden Monat veranstaltet wird. Immer wenn die Messe stattfindet, strömen sichtlich mehr Menschen in das Viertel, so die einhellige Meinung der Händler vor Ort.
Der Effekt beschränkt sich nicht nur auf die Stars an der Hauptstraße. Kleine Geschäfte und solche in den Seitenstraßen profitieren enorm, sehen neue Kundschaft und kurbeln so ihre Einnahmen an. Die Messe verteilt die Kaufkraft gleichmäßig im gesamten Kiez.
Nicht nur satt essen, sondern auch shoppen
Um das Erlebnis auf der Banthat Thong Road zu heben, holt die PMCU nun gezielt Lifestyle-Händler in die Nachbarschaft. Das Ziel: Ein Ort zum Flanieren, der weit über reines Essengehen hinausgeht und einen breiteren Lebensstil bedient.
Die ersten Konzepte schlagen ein. EVEANDBOY und die thailändische Raumduft-Marke PEYLAA sind bereits eröffnet und werden von den Kunden angenommen. In Zukunft bereiten sich mehrere weitere Einzelhändler auf ihre Eröffnung vor – ein Zeichen dafür, wie sich Banthat Thong von einer reinen Food-Meile zu einem urbanen Zentrum für Gastronomie und Einzelhandel wandelt.
Wirtschaftliche Bedeutung und Ausblick
Die Entwicklung von Banthat Thong hat zu einer Ansiedlung überregional bekannter Restaurants und Marken geführt. Lokale Betriebe expandieren in andere Standorte und Einkaufszentren, wodurch sich das Viertel von einer reinen Essensstraße zu einem Zentrum für Gastronomie und Lifestyle-Einzelhandel entwickelt hat. Die PMCU fungiert dabei als Verwalter und Entwickler des Gebiets und fördert die Markenbildung sowie die Erschließung städtischer Kaufkraft.
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