BANGKOK – Thailands Katastrophenschutzbehörde DDPM schlägt Alarm: Wegen eines massiven Monsuntiefs und heftiger Südwestwinde drohen ab sofort bis zum 3. Juli in 43 Provinzen Sturzfluten, Erdrutsche und gefährlich aufgewühlte See.
Monsun-Front bringt schwere Regenmassen
Ein über dem Norden und oberen Nordosten hängender Monsuntrog trifft auf einen sich kräftigenden Südwestmonsun. Der Thailändische Wetterdienst (TMD) warnt vor schweren bis sehr schweren Regenfällen, die Wassermassen binnen kürzester Zeit gefährlich ansteigen lassen.
Besonders die Zentralregion und die Westküste Südthailands müssen mit heftigen Niederschlägen rechnen. In der oberen Andamanensee können sich Wellenberge von zwei bis drei Metern auftürmen.
43 Provinzen in Alarmbereitschaft versetzt
DDPM-Generaldirektor Theerapat Kachamat setzte alle betroffenen Katastrophenschutzteams in 24-Stunden-Bereitschaft. Im Norden stehen zwölf Provinzen unter Beobachtung, darunter Mae Hong Son, Chiang Mai und Nan.
Im Nordosten überwachen die Behörden ebenfalls zwölf Provinzen wie Loei, Udon Thani und Nong Khai. Für die Zentralregion gilt die Warnung für elf Gebiete, von Kanchanaburi im Westen bis Trat an der südöstlichen Golfküste.
Südküste: Wellenpeitsche und Badeverbote
Im Süden stehen acht Provinzen am Golf von Thailand und der Andamanensee unter Alarm. Für Chumphon, Surat Thani, Ranong, Phang Nga, Phuket, Krabi, Trang und Satun gilt erhöhte Gefahr durch Sturzfluten und unterspülte Hänge.
Vier Provinzen an der Andamanensee-Westküste beobachtet der Katastrophenschutz wegen starker Winde und rauer See besonders intensiv: In Ranong sind die Distrikte Muang, Suk Samran und Kapoe betroffen, in Phang Nga Ko Yao, Takua Thung, Thai Mueang, Takua Pa und Khura Buri. Auf Phuket alle Distrikte, in Krabi Muang, Khlong Thom, Ko Lanta, Nuea Khlong und Ao Luek.
„Boote sofort an die Leine”
Alle Küstenbehörden wurden angewiesen, unübersehbare Warnsignale zu hissen und Schwimmverbote rigoros durchzusetzen. Verschlechtern sich die Bedingungen weiter, muss der gesamte Bootsverkehr eingestellt werden.
Seeleute und Bootsbetreiber in Andamanensee und Golf von Thailand ruft das DDPM zu äußerster Vorsicht auf. Ab zwei bis drei Metern Wellenhöhe wird selbst für erfahrene Fischer jede Ausfahrt zum Himmelfahrtskommando.
Touristenattraktionen werden dichtgemacht
Die Katastrophenschützer fahren einen knallharten Kurs: Naturtouristenziele wie Höhlen, Wasserfälle und Schluchten werden lückenlos überwacht. Sobald ein Gebiet als gefährlich eingestuft wird, erfolgt die sofortige Schließung.
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Für Evakuierte bereiten die Behörden bereits Notunterkünfte vor, bestückt mit Lebensmitteln, Trinkwasser und allen lebensnotwendigen Gütern. So kann im Ernstfall niemand im Stich gelassen werden.
Hotline 1784 und Warn-App geschaltet
Die Bevölkerung kann sich rund um die Uhr über die App „Thai Disaster Alert“ für iOS und Android informieren und direkt Hilfe anfordern. Auch das offizielle LINE-Konto @1784DDPM und die Hotline 1784 sind durchgehend erreichbar.
Alle Katastrophenschutzzentren in den Risikoprovinzen bleiben bis zum 3. Juli in Vollalarm. Theerapat Kachamat drängt die Provinzverwaltungen, jede Warnung des Wetterdienstes sofort in konkrete Sperrungen und Evakuierungen umzusetzen.



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