BANGKOK, THAILAND – Das Landwirtschaftsministerium warnt vor einer tückischen Regenpause im Juni und Juli 2026. Heiße Tage im Wechsel mit Regenschauern schaffen ein Paradies für die gefürchtete Braune Reiszikade. Jetzt rückt ein winziger Retter in den Fokus: die grüne Eierfresser-Wanze.
Regenpause bringt Reisfelder in Gefahr
Die Regenzeit zeigt sich 2026 von ihrer launischen Seite. Meteorologen erwarten eine längere Trockenperiode, gefolgt von schwülheißem Wetter – die perfekte Brutstätte für Schädlinge.
Vor allem die Braune Reiszikade findet in diesen Kapriolen ideale Bedingungen. Befallene Reispflanzen verfärben sich gelb, vertrocknen und sterben stellenweise ab, als hätten sie kochendes Wasser abbekommen.
Grüne Eierfresser-Wanze: Der 2,5-Millimeter-Ritter
Gegen den Schädling schickt das Ministerium einen natürlichen Feind ins Rennen. Die grüne Eierfresser-Wanze ist ein winziges Insekt mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen, das selbst keine Pflanzen frisst.
Mit ihrem langen schwarzen Fühler spürt sie Eier und Larven der Braunen Reiszikade auf den Blättern auf. Dann sticht sie zu und saugt den Nachwuchs des Schädlings einfach aus – die Eier schrumpfen, die Larven trocknen aus und sterben.
Ein Killer mit schwarzem Kopf und grünen Flügeln
Landwirte müssen genau hinschauen, um den nützlichen Helfer zu erkennen. Das ausgewachsene Tier misst nur rund 2,5 Millimeter und trägt einen schwarzen Kopf mit ebenso dunkler Brust.
Wichtigste Erkennungsmerkmale: Die Basis der Vorderflügel ist grün, die Spitzen sind grau oder hellschwarz. Eier der Wanze haben einen auffälligen schwarzen Punkt an der Ecke – sie brauchen 6 bis 11 Tage, um zu schlüpfen.
Natürliches Rezept gegen die Plage
Weerasak Boonchern, Vizegeneraldirektor der Landwirtschaftsförderung, setzt auf ein simples Verhältnis. Kommen auf eine Braune Reiszikade zwei bis drei grüne Eierfresser-Wanzen, kann die Schädlingspopulation nicht mehr gefährlich anwachsen.
Chemiekeulen sollen dann im Schrank bleiben. Das schont nicht nur die natürlichen Nützlinge im Feld, sondern senkt auch die Produktionskosten – ein handfester Vorteil für jeden Reisbauern.
Landwirte sollen Felder zweimal pro Woche kontrollieren
Das Ministerium empfiehlt strikte Feldkontrollen mindestens ein- bis zweimal pro Woche. Entscheidend ist, Schädlinge und Nützlinge auseinanderhalten zu können, bevor voreilig gespritzt wird.
Bei leichtem Befall raten die Beamten ausdrücklich von chemischen Mitteln ab. Stattdessen sollen Raubinsekten und Parasitoide gezielt geschont werden – die nächste Beratungsstelle der Provinz oder des Bezirks hilft bei allen Fragen weiter.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: