BANGKOK – Thai-Tempel locken nicht nur Gläubige an, sondern auch Diebe mit kuriosen Ausreden. Ein Mann griff sich im Wat Pho gleich mehrere Messing-Kerzenständer und behauptete später, eine lächelnde Buddha-Statue habe ihm die Erlaubnis zum Diebstahl erteilt. Nur Stunden zuvor erwischten Beamte einen 18-Jährigen, der 5.800 Baht aus einer Spendenbox gestohlen hatte – das Geld gab er sofort für kommerzielle Sexdienstleistungen und Essen aus.
Verdächtige Plastiktüte fliegt auf
Polizisten der Phra Nakhon Police Station waren am 28. Juni eigens im Wat Pho postiert, um Diebe und Taschendiebe abzuschrecken. Dabei stach ihnen ein Mann ins Auge, der mit einer schwarzen Plastiktüte aus einer Kapelle kam und sich auffällig verhielt.
Die Beamten griffen zu und kontrollierten den Mann. In der Tüte fanden sie die entwendeten Messing-Kerzenständer – der sofortigen Festnahme folgte eine Ausrede, die selbst erfahrene Ermittler staunen ließ.
„Die Buddha-Statue hat mir zugelächelt“
Der Beschuldigte, ein Mann ohne festen Wohnsitz, gab den Diebstahl ohne Umschweife zu. Er schilderte den Polizisten, er habe gebetet, als die Buddha-Figur vor ihm plötzlich zu lächeln begann. Das habe er als Zeichen gedeutet: Er dürfe die Gegenstände mitnehmen – und sie einem Tempel in Uthai Thani spenden.
Doch die Beamten kauften ihm die Geschichte nicht ab. Sie gehen davon aus, dass der Mann die Kerzenständer in Wahrheit verkaufen wollte. Hinweise auf eine psychische Erkrankung fanden sie keine, so die Polizei. Auch die Tempelmitarbeiter stellten klar: Sämtliche Gegenstände im Wat Pho sind Eigentum des Tempels und niemand hat eine Erlaubnis zum Entfernen.
18-Jähriger plündert Spendenbox für Sex und Mahlzeit
Fast zeitgleich schnappten die Ordnungshüter vor einem anderen Tempel in Bangkok einen 18-Jährigen. Er hatte kurz zuvor 5.800 Baht aus einer Spendenbox gestohlen und das Geld umgehend in kommerzielle Sexdienstleistungen und Essen gesteckt.
Der junge Mann kehrte sogar zurück, um ein weiteres Mal zuzugreifen – genau in dem Moment, als die Beamten dort auftauchten. Auch er landete in Handschellen und wird sich nun für seine Beutezüge verantworten müssen.
Zwei Täter, eine Anklagebank
Der erste Beschuldigte wurde wegen Diebstahls aus einer öffentlichen Kultstätte angeklagt und ins Gewahrsam der Phra Nakhon Police Station überstellt. Auch der 18-Jährige sitzt fest; die Ermittlungen gegen ihn laufen.
Die Polizei gab an, dass der erste Beschuldigte keine Anzeichen einer psychischen Erkrankung zeigte. Die Beamten der Phra Nakhon Police Station bleiben wachsam, um weitere Diebstähle in den Tempeln zu verhindern.



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