Zwölf Tragetaschen voller Drogen im Crew-Gepäck

Zwölf Tragetaschen voller Drogen im Crew-Gepäck! Eine 26-Jährige schmuggelt Stoff für eine halbe Million Dollar an den Scannern vorbei. Doch die Fahnder lauerten bereits.

Zwölf Tragetaschen voller Drogen im Crew-Gepäck
The Nation

MELBOURNE, AUSTRALIEN – Eine 26-jährige Flugbegleiterin von Thai Airways sitzt in Australien in Untersuchungshaft, weil sie offenbar über ein Kilogramm Heroin in ihrem Crew-Gepäck ins Land schmuggeln wollte. Die Frau war auf Flug TG465 im Dienst, als Beamte der Australian Border Force am Flughafen Melbourne zwölf Tragetaschen röntgten und auf Anomalien stießen. Ein Vortest auf das weiße Pulver schlug sofort auf Heroin an, der Straßenverkaufswert liegt bei rund einer halben Million Australischen Dollar.

Röntgenbild verrät das weiße Pulver in zwölf Taschen

Flug TG465 war am 24. Juni in Suvarnabhumi gestartet und landete planmäßig am 25. Juni in Melbourne. Bei der Ankunft nahmen ABF-Beamte das Gepäck der Flugbegleiterin auseinander – zwölf Tragetaschen kamen unter das Röntgengerät und zeigten verdächtige Schatten.

Als die Beamten genauer hinsahen, fanden sie in den Taschen ein weißes Pulver. Der Schnelltest bestätigte das, was die Fahnder bereits vermuteten: Heroin. Mehr als ein Kilogramm der Droge, so die spätere Auswertung, war über mehrere Taschen verteilt.

Warum die Ausreisekontrolle am Suvarnabhumi nichts fand

Am Flughafen Bangkok durchlief dasselbe Gepäck zuvor die Standard-Röntgenkontrolle und wurde als unauffällig eingestuft. Suvarnabhumi-Direktor Kittipong Kittikachorn stellte unmissverständlich klar: Die Geräte entsprechen den internationalen ICAO-Standards – doch sie suchen nach Sprengstoff und Gefahren für die Luftsicherheit, nicht nach Betäubungsmitteln.

„Drogenkontrollen sind in der Regel Teil der Ankunftsverfahren, ergänzt durch Spürhunde oder andere Methoden“, erklärte Kittipong. Dass eine Crew-Tasche sauber durchgehe, sei daher kein Systemversagen, sondern dem Zweck der Abflugkontrolle geschuldet.

Grenzschutz warnt: Kartelle ködern gezielt Flugpersonal

Für die australischen Behörden ist der Fall ein weiterer Beleg dafür, wie organisierte Verbrecherbanden vorgehen. ABF-Kommandeur Clint Sims sagte: „Organisierte Kriminalitätsgruppen nehmen weiterhin gezielt ‚vertrauenswürdige Insider‘, einschließlich Flugpersonal, ins Visier, um illegale Substanzen nach Australien zu schmuggeln.“

Der Grenzschutz setzt deshalb auf geheimdienstgestützte Risikoanalysen und moderne Detektionstechnik. Dass die Tasche der 26-Jährigen kurz nach der Landung sofort ins Visier geriet, war demnach kein Zufall.

Thai Airways leitet Disziplinarverfahren ein

Die Fluggesellschaft bestätigte, dass eine ihrer Flugbegleiterinnen während des Dienstes auf Flug TG465 in Melbourne festgehalten wurde, und leitete umgehend eine interne Untersuchung ein. Man arbeite dabei eng mit den Behörden in Thailand und Australien zusammen.

Thai Airways stellte zudem klar: Besitz, Transport oder Schmuggel illegaler Drogen sind dem Kabinenpersonal strikt verboten. Bei erwiesenem Fehlverhalten drohten harte disziplinarische Konsequenzen – bis hin zur fristlosen Entlassung.

Bis zu 25 Jahre Haft – Gerichtstermin im September

Die junge Frau sitzt seit dem 26. Juni in Untersuchungshaft. Die australische Justiz hat sie wegen Einfuhr und Besitz einer vermarktbaren Menge einer grenzkontrollierten Droge angeklagt – pro Punkt stehen bis zu 25 Jahre Gefängnis im Raum. Am 14. September muss sie sich vor dem Melbourne Magistrates‘ Court verantworten.

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Quelle: Nation Thailand

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