LAMPANG – Mehr als 80 Jahre nach seinem Abschuss im Zweiten Weltkrieg kehrt der amerikanische Kampfpilot 1st Lt Franklin McKinney endlich nach Hause zurück. Die US-Botschaft in Thailand bestätigte am Sonntag, 28. Juni 2026, die Identifizierung seiner sterblichen Überreste, die im März 2026 in einem abgelegenen Berggebiet Nordthailands geborgen wurden.
Einsatz über Nordthailand endet im Inferno
Am 11. November 1944 startete der junge Pilot mit 15 weiteren Fliegern von Südchina aus zu einem Angriff auf japanische Militärziele in Nordthailand. Über der Provinz Lampang geriet der Verband in einen erbitterten Luftkampf mit fünf Ki-27-Jägern der Königlich Thailändischen Luftwaffe, die vom Flughafen Lampang aufstiegen.
Was später als „5 gegen 16 Luftschlacht über Lampang“ in die Geschichtsbücher einging, endete für McKinney tödlich. Seine P-51 Mustang wurde getroffen und stürzte im unwegsamen Bergland ab. Der Pilot galt seitdem als vermisst und wurde für tot erklärt.
Spurensuche im Dschungel beginnt 2018
Erst 2018 identifizierten Ermittler die mutmaßliche Absturzstelle in der Provinz Lampang. Mehrere Untersuchungen folgten, bevor amerikanische und thailändische Teams mit umfangreichen historischen Recherchen und Feldstudien begannen, das Gelände systematisch abzusuchen.
Die monatelange Arbeit im schwer zugänglichen Terrain führte schließlich im März 2026 zum Durchbruch. Spezielle Bergungsteams legten Flugzeugwrackteile und Überlebensausrüstung frei, die dem Piloten zugeordnet werden konnten und seine offizielle Identifizierung ermöglichten.
Zwei Nationen arbeiten Hand in Hand
An der aufwendigen Mission beteiligten sich das US-Verteidigungsministerium, die Königlich Thailändische Regierung und lokale Behörden in Lampang. Auch Wissenschaftler der Thammasat-Universität und ein Partnerteam der UCLA brachten ihre Expertise ein.
Die US-Botschaft dankte den thailändischen Stellen und Freiwilligen ausdrücklich für die enge Zusammenarbeit. Beamte betonten, die erfolgreiche Bergung unterstreiche die starke Partnerschaft beider Länder bei der Suche nach Vermissten aus vergangenen Konflikten.
„Endlich nach Hause zu seiner Familie“
„Nach mehr als 80 Jahren der Ungewissheit kehrt 1st Lt McKinney endlich nach Hause zu seiner Familie zurück“, erklärte die US-Botschaft in ihrer Mitteilung. Die sterblichen Überreste sollen nach Abschluss formeller Verfahren an die Angehörigen übergeben werden.
Die Defence POW/MIA Accounting Agency (DPAA) kündigte an, die Suche nach noch immer vermissten Militärangehörigen aus alten Kriegen fortzusetzen. Künftige Bergungsmissionen mit internationalen Partnern seien bereits in Planung.
Gewissheit nach einem langen Jahrhundert
Für McKinneys Familie endet eine quälende Zeit des Wartens, die Generationen überspannte. Der Pilot wird nun in seine Heimat überführt und dort mit militärischen Ehren bestattet werden können.
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