KOH KUT (Trat) – Ein staatlich finanzierter Fähranleger kostet mehrere hundert Millionen Baht und soll Besuchern die Anreise erleichtern. Doch während die Bauarbeiten nach monatelangem Stopp endlich wieder laufen, denken mehrere Betreiber gar nicht daran, ihre privaten Stege zu verlassen.
Bagger und Baustopps
Drei Monate lang rührte sich nichts. Probleme mit dem Auftragnehmer, heftiger Monsun und Sicherheitsspannungen hatten die Baustelle lahmgelegt. Jetzt hat das Marine Department den Vertrag verlängert, die Arbeiter sind zurück am Ao Salad.
Doch der Ärger sitzt tief. Transporte von Baumaterial auf die Insel gestalten sich logistisch schwierig. Die Fertigstellung des Prestigeprojekts peilen die Verantwortlichen für Ende nächsten Jahres an.
Hunderte Millionen für mehr Komfort
Dechathorn Chan-ob, Chef der Tambon-Verwaltung Koh Kut, verteidigt die Summe von mehreren hundert Millionen Baht. Der neue Steg solle Touristen und Betreibern endlich den Komfort bieten, den eine Insel mit jährlich 500.000 bis 600.000 Besuchern verdiene.
Aktuell hängt der gesamte Fährverkehr an privaten Anlegern. Bricht raue See herein, wird der bestehende Tiefwasseranleger schnell unbrauchbar. Der Neubau soll diese Abhängigkeit und die Sicherheitslücke schließen.
Speedboat-Chef winkt ab
Attapol Klintap, Manager von Boonsiri Speed Boat, macht keine Anstalten, umzuziehen. Sein Unternehmen betreibt einen gepachteten Anleger in Ao Salad, der das ganze Jahr über läuft und Personalunterkünfte direkt vor Ort hat.
Ein Umzug würde für ihn nur neue Kosten bedeuten. „Das würde zusätzliche Investitionen in Passagiereinrichtungen und Transportdienste erfordern“, stellt er klar. Diesen Aufwand will er sich sparen.
Vier Fährdienste, viele Fragezeichen
Vier Betreiber pendeln derzeit regelmäßig zwischen dem Laem Sok Pier in Trat und Koh Kut. Der neue, staatliche Anleger war ursprünglich als große Lösung für alle gedacht. Jetzt bleibt ungewiss, wie viele der Unternehmen wirklich mitziehen werden. Die Unsicherheit unter den Fährleuten ist groß, das Interesse am Steuerzahler-Projekt hält sich in Grenzen.
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