Thailand – Die thailändische Polizei macht Ernst im Kampf gegen illegale E-Zigaretten. Mit der Gründung eines speziellen Kontrollzentrums und einer landesweiten Razzia ab dem 1. Juli setzt die Regierung ein klares Zeichen, dass das Dampfen von illegalen Vapes nicht länger toleriert wird.
Neues Kontrollzentrum nimmt Arbeit auf
Im Hauptquartier der Royal Thai Police fiel am 29. Juni der offizielle Startschuss für das E-Cigarette Control Centre (ECCC). Geleitet wird die neue Einheit von Polizeigeneral Nirandorn Lueamsri, dem stellvertretenden nationalen Polizeichef. An der Seite von Ministerin Suphamas Isarabhakdi versammelte er hochrangige Vertreter von Zoll, Gesundheitsministerium und weiteren Schlüsselbehörden.
Suphamas machte von Beginn an klar, dass die Regierung von Premierminister Anutin Charnvirakul die Verbreitung von E-Zigaretten nicht als Kavaliersdelikt sieht. Besonders der Schutz von Kindern und Jugendlichen wurde als nationale Priorität eingestuft.
Sieben Beamte für harte Schlagarbeit ausgezeichnet
Noch vor dem ersten Treffen ehrte die Führungsriege sieben Polizisten für ihre herausragenden Leistungen bei der Zerschlagung illegaler Vape-Netzwerke. Die Auszeichnung unterstrich den hohen Stellenwert, den die Behörden der Bekämpfung des Schwarzmarkts beimessen.
Suphamas betonte, Vaping sei längst nicht mehr nur ein Gesundheitsproblem, sondern eine Bedrohung für die soziale und nationale Sicherheit. Sie forderte alle beteiligten Stellen auf, die Durchsetzung massiv zu intensivieren.
Drei harte Prioritäten gegen die Dampfer-Szene
Die Ministerin gab eine klare Marschroute mit drei Kernzielen aus. An erster Stelle steht der umfassende Schutz von Minderjährigen vor den illegalen Produkten. Dahinter folgt die konsequente Zerschlagung der Produktions- und Vertriebsnetzwerke.
Als dritten Punkt rückte sie die Cyber-Durchsetzung in den Fokus − ein klares Signal an alle Online-Händler. Zudem schlug Suphamas die Gründung eines Nationalen E-Zigaretten-Komitees vor und kündigte „vape-free school projects“ in neun Pilotprovinzen an, um Schüler und Gemeinden zu sensibilisieren.
Polizeichef nimmt Online-Handel ins Visier
Polizeigeneral Nirandorn erteilte seinen landesweiten Einheiten unmissverständliche Befehle. Die Ermittlungen gegen große Hersteller, Importeure und Händler sind massiv hochzufahren. Ein besonderes Augenmerk gilt Produkten, die mit Etomidat versetzt sind – ein Beruhigungsmittel, das in illegalen Liquids aufgetaucht ist.
Er ordnete die lückenlose Überwachung von Online-Plattformen an, um Verkaufsseiten zu sperren. Gleichzeitig werden Geheimdienstdatenbanken zu Einzelhändlern und Hochrisikogebieten aufgebaut. Ziel ist es, Schulen und Bildungseinrichtungen komplett von illegalen Verkäufen freizuhalten.
15-Tage-Razzia räuchert illegale Händler aus
Vom 1. bis zum 15. Juli 2026 wird es für illegale Händler im ganzen Land ungemütlich. Die Royal Thai Police startet eine landesweite Razzia gegen illegale E-Zigaretten und unversteuerte Tabakprodukte. Die Ergebnisse dieser konzertierten Aktion werden im Anschluss veröffentlicht.
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Um die Drahtzieher finanziell zu treffen, kündigten die Behörden an, alle Register zu ziehen. Fälle werden unter Anwendung aller geltenden Gesetze verfolgt, einschließlich der Anti-Geldwäsche-Gesetzgebung, um die Finanznetzwerke hinter den illegalen Geschäften zu zerschlagen.
Jeder kann mithelfen: App und Hotline geschaltet
Die Öffentlichkeit ist aufgerufen, die Polizei bei der Jagd auf illegale Anbieter zu unterstützen. Hinweise können rund um die Uhr über die Hotline 1599 oder die mobile Anwendung „Police Care“ gemeldet werden. Die App ist 24 Stunden am Tag verfügbar. Der Druck auf die illegalen Netzwerke steigt damit massiv. Wer in Thailand mit nicht versteuerten oder mit Drogen versetzten Vapes dealt, muss ab sofort mit harten Konsequenzen rechnen.
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Wenn ich wetten würde, würde ich auf eine Niederlage in diesem „Krieg“ setzen. Die eine oder andere Schacht dürften sie gewinnen. Aber das war’s dann auch schon.
Ein gnadenloser Kampf für die Tabakindustrie bahnt sich an. Die Jugendlichen müssen umgewöhnt werden. Weg vom Dampfen, hin zu Marlboro und Cannabis.