Finne mit Trick verhaftet – Interpol-Suche endet in Thailand

Millionenbetrüger im Visier: Mit dreister Masche gefasst! Ein Finne mit Interpol-Haftbefehl lebte versteckt. Doch ein genialer Plan enthüllte seine Identität – und das Ausmaß des Skandals!

Finne mit Trick verhaftet – Interpol-Suche endet in Thailand
KhaoSod

BANGKOK – Ein international gesuchter Steuerbetrüger ging der thailändischen Polizei mit einer ungewöhnlichen Tarnung ins Netz. Ermittler gaben sich als Gärtner aus und konnten den 69-jährigen Finnen vor seinem Versteck festnehmen, nachdem dieser sie vor Stromkabeln warnen wollte.

Der vorsichtige Flüchtige

Jacob, ein 69-jähriger finnischer Staatsbürger, hatte sich in einem Wohnhaus nahe dem Flughafen Suvarnabhumi verschanzt. Sein Versteck hatte er mit Kartons und verschiedenen Materialien gegen neugierige Blicke abgeschottet, das Haus verließ er so gut wie nie.

Finne mit Trick verhaftet – Interpol-Suche endet in Thailand
Khaosod

Selbst Lebensmittel ließ sich der Mann nur liefern und war extrem misstrauisch. Für Fremde öffnete er grundsätzlich nicht die Tür, wie die Beamten des Immigrationsbüros 3 herausfanden.

Die Gärtner-List

Die Ermittler um Polizeigeneralmajor Songprod Sirisukha stießen bei Befragungen auf eine entscheidende Eigenart des Flüchtigen. Immer wenn im Gemeinschaftsbereich vor dem Haus Bäume geschnitten wurden, kam er heraus, um die Arbeiter vor den Stromleitungen zu warnen.

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Diese Schwachstelle nutzten die Beamten aus. Sie tarnten sich als Gärtner des Wohnprojekts und begannen mit Baumschnittarbeiten, woraufhin der Finne tatsächlich aus seiner Deckung trat, um sie zu warnen.

Handschellen statt Heckenschere

Als Jacob die Tür öffnete, gaben sich die vermeintlichen Landschaftspfleger sofort als Polizei zu erkennen und zeigten ihm den internationalen Haftbefehl von Interpol. Der Mann wurde umgehend festgenommen.

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Der Interpol-Haftbefehl beruht auf einem schwerwiegenden Betrugsfall. Dem Finnen werden Steuerbetrug, Steuerhinterziehung und die Fälschung von Buchhaltungsdaten vorgeworfen, der Schaden beläuft sich auf über 4 Millionen Baht.

Vom Strandparadies in die Abschiebehaft

Ursprünglich hatte der Mann in der Provinz Chonburi gelebt, war dann aber in die Nähe des Airports gezogen. Sein neues Zuhause riegelte er systematisch gegen Einblicke ab, um nicht entdeckt zu werden.

Die Einwanderungsbehörde widerrief noch am selben Tag seine Aufenthaltserlaubnis und leitete das Verfahren zur Abschiebung in sein Herkunftsland ein. Der Finne muss sich nun voraussichtlich in Finnland vor Gericht verantworten.

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Quelle: Khaosod

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