CHAIYAPHUM – Ein nächtlicher Horror-Crash auf dem Highway 201: Ein voll besetzter Doppeldeckerbus aus Bangkok krachte am frühen Dienstagmorgen in einen unbeleuchteten 18-Rad-Lkw, der am Straßenrand geparkt war. 15 Passagiere wurden verletzt, die Front des Busses komplett zerstört.
Frontal in geparkten Lkw gekracht
Gegen 01:00 Uhr morgens passierte der Albtraum auf dem Chaiyaphum–Bangkok Highway, nur 3,5 Kilometer vor dem Stadtzentrum von Chaiyaphum. Der Doppeldeckerbus war mit 35 Passagieren vom Mo Chit Terminal in Bangkok in Richtung Si Chiang Mai unterwegs, als er unvermittelt auf den stehenden 18-Rad-Lkw auffuhr.
Die Windschutzscheibe zersplitterte beim Aufprall völlig, die Frontpartie des Reisebusses wurde bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt. Der mit Stahlstangen aus Lopburi beladene Lkw stand auf dem Seitenstreifen nahe einer Wendestelle – mitten in der Dunkelheit.
15 Verletzte aus Wrack befreit
Rettungskräfte der Sawang Khunatham Chaiyaphum Foundation und medizinische Teams brauchten viel Zeit, um die Eingeklemmten aus dem zerstörten Bus zu holen. 15 Passagiere kamen mit Verletzungen an Armen, Beinen, Knien und im Taillenbereich ins Chaiyaphum Hospital.
Andere Fahrgäste lehnten eine Behandlung ab und warteten stattdessen am Unfallort auf ein Ersatzfahrzeug. Sie wollten ihre Reise in den Nordosten trotz des Schocks fortsetzen.
65-jähriger Passagier schildert die Nacht
Ein älterer Fahrgast erzählte, der Bus sei am Montag um 20:30 Uhr ohne jede Pause und ohne Fahrerwechsel vom Mo Chit Terminal losgefahren. Fast alle Mitreisenden seien zum Zeitpunkt des Aufpralls im Schlaf gewesen.
Er glaubt, der Bus sei auf die linke Spur geraten, kurz bevor er den Sattelschlepper rammte. Von einer Vollbremsung keine Spur – nur dann plötzlich der heftige Einschlag.
Busfahrer streitet Einschlafen ab
Der 48-jährige Fahrer beteuerte gegenüber der Polizei, nicht am Steuer eingeschlafen zu sein. Er habe den parkenden Lastwagen schlicht nicht rechtzeitig gesehen.
Die Beamten nahmen seine Aussage auf, während der Mann weiter darauf beharrte, die ganze Fahrt über konzentriert gewesen zu sein. Von Müdigkeit will er nichts gewusst haben.
Lkw-Fahrer hörte nur den Lärm
Der 33-jährige Lkw-Fahrer gab an, sein mit Stahlstangen beladenes Gefährt etwa eine halbe Stunde vor dem Crash geparkt zu haben. Als er einen ohrenbetäubenden Knall von hinten hörte, stieg er aus und entdeckte den demolierten Doppeldecker in seinem Anhänger.
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Er alarmierte sofort die Polizei. Sein in der Provinz Ang Thong registrierter Lkw stand regulär auf dem Seitenstreifen – warum er genau dort stoppte, bleibt Teil der Ermittlungen.
Polizei will beide Fahrer erneut befragen
Polizeioberstleutnant Chaiporn Promsena von der Mueang Chaiyaphum Station ließ nach der Unfallaufnahme beide Fahrzeuge zügig von der Fahrbahn entfernen, um weitere Karambolagen zu verhindern. Inzwischen sind die Wracks gesichert und werden technisch untersucht.
Die Ermittler planen, beide Fahrer ein weiteres Mal vorzuladen, um die genaue Ursache zu klären. Erst danach entscheidet die Polizei über rechtliche Schritte gegen den Busfahrer oder den Lkw-Fahrer.



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