BANGKOK – In internationalen Paketen nach Australien und Taiwan fand das ONCB 24 Kilogramm Heroin. Die Drogen waren raffiniert in Seidenkleidung, Kaffeebeuteln und Winterjacken versteckt. Ein in Australien lebender Thailänder, der mit Haftbefehl gesucht wird, gilt als mutmaßlicher Drahtzieher.
Pakete voller Heroin – getarnt als Alltagsware
Insgesamt fünf Pakete durchleuchteten die Fahnder. Das Rauschgift steckte nicht in doppelten Böden, sondern mitten in der Lieferung: Heroin, eingenäht in Seidenkleider, eingeschweißt in Kaffeesachets und verborgen in dicken Winterjacken.
Dazu kamen lokale Kunsthandwerksprodukte, die als Tarnung für die harte Droge dienten. Die Empfänger der Pakete saßen in Australien und Taiwan.
Spur führt von Bangkok bis nach Loei
Losgetreten hatte die Jagd eine Sicherstellung am 30. Juni. In Bangkok fingen Beamte zwei Pakete mit 8,17 Kilogramm Heroin ab. Die Adresse führte die Ermittler in die Provinz Loei.
Dort entdeckten ONCB-Kräfte am Folgetag drei weitere identisch verpackte Sendungen. Die Pakete waren jedoch schon auf dem Weg in die Hauptstadt – sofort schlugen die Beamten an zwei Orten in Bangkok zu.
Mehrere Razzien an einem Tag
Im Bezirk Bang Kapi fanden die Fahnder zwei Pakete mit 6,23 Kilogramm Heroin. Versteckt war der Stoff in Seidenkleidung, Ziel war Taiwan.
Fast zehn Kilogramm Heroin, nämlich 9,98 Kilo, kamen in der Rang Nam Road im Bezirk Ratchathewi ans Licht. Hier nutzten die Täter Kaffeebeutel und Winterjacken, das Paket sollte nach Australien gehen.
Mutmaßlicher Drahtzieher lebt in Australien
Die Lieferungen nach Australien laufen nach Erkenntnissen des ONCB bei einem Mann zusammen, der selbst in Australien wohnt. Die Polizei sucht den thailändischen Staatsbürger bereits mit einem Haftbefehl aus der Provinz Tak.
Dort wird ihm Betrug vorgeworfen. Von Australien aus soll er nun auch den Heroinschmuggel gesteuert haben, so die Ermittler.
Ehefrau und ein Lao-Mann im Visier
Vor Ort erledigten Komplizen die Drecksarbeit. Die Paketboten sagten aus, sie hätten die Sendungen gemeinsam mit der laotischen Ehefrau des Gesuchten zweimal aufgegeben.
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Abgeholt hätten sie die Ware von einem Laoten. Das Geld für die Transporte landete auf dem Bankkonto der Ehefrau, so die Verfolger.
Razzien und Konten im Nordosten
Am 2. Juli durchkämmten Beamte drei Standorte in Loei und Nakhon Phanom. Die Orte stehen mit den Paketversendungen und den Bankkonten in Verbindung, auf denen die Bezahlung einging.
Die Ermittler nehmen nun das gesamte Netzwerk ins Visier. Das ONCB kündigte an, alle Mitglieder der Schmuggelbande gesetzlich zu belangen.
Goldenes Dreieck im Visier der Fahnder
Polizeioberstleutnant Suriya Singhakamol, Generalsekretär des ONCB, machte die Dimension klar: Das Goldene Dreieck ist die Quelle für Methamphetamin, Crystal Meth, Heroin und Ketamin.
Thailand ist als regionaler Verkehrsknotenpunkt mit Land-, Luft-, See- und Paketnetzwerken das Sprungbrett. Deshalb brauche es die enge Zusammenarbeit inländischer und internationaler Behörden, um den Drogenhandel auf jeder Ebene zu ersticken.
ONCB bittet Bevölkerung um Mithilfe
Die Fahnder weiten ihre Ermittlungen aus, um weitere Hintermänner zu identifizieren. Gleichzeitig setzt das ONCB auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Wer etwas über drogenbezogene Aktivitäten weiß, kann sich rund um die Uhr unter der Hotline 1386 melden. Alle Informationen werden streng vertraulich behandelt.



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