BANGKOK – Zwei mächtige Behörden schlagen zurück gegen illegale Geschäfte und ausländische Strohmann-Firmen. Das Department of Business Development (DBD) und das Revenue Department bündeln ihre Kräfte, um Informationen zu teilen und Unternehmensprozesse deutlich zu vereinfachen. Während ehrliche Firmen entlastet werden sollen, bereiten die Behörden eine härtere Gangart gegen Betrüger und Strohmann-Konstrukte vor.
Behörden rücken enger zusammen
Die Zeiten, in denen sich DBD und Revenue Department nur lose abstimmten, sind offenbar vorbei. Beide Seiten haben Gespräche auf höchster Ebene geführt. Poonpong Naiyanapakorn, Generaldirektor des DBD, setzte sich mit Somsak Anuntawat, Generaldirektor des Revenue Department, zusammen, um eine tiefgreifende Datenpartnerschaft zu zimmern.
Das Ziel: Durch die Verknüpfung vorhandener Datenschätze sollen künftig Inspektionen bei Hochrisiko-Unternehmen viel gezielter möglich sein. Im Visier haben die Beamten vor allem Firmen, die mit komplexen Methoden gegen geltendes Recht verstoßen.
Bürokratie-Abbau für ehrliche Unternehmer
Doch die neue Kooperation bringt nicht nur härtere Kontrollen, sondern auch echte Erleichterungen für den Geschäftsalltag. Ein konkretes Beispiel liegt in der Mehrwertsteuer: Juristische Personen können künftig eine Adressänderung für ihre Umsatzsteuer-Registrierung zentral über das DBD abwickeln.
Dieser Schritt soll nervige Behördengänge sparen und das unternehmerische Leben in Thailand spürbar erleichtern. Das Kalkül der Behörden ist klar: ein serviceorientierter Staat zieht mehr Investitionen an und stärkt das Vertrauen ehrlicher Geschäftsleute.
Kampf dem illegalen Geschäft mit thailändischen Strohmännern
Im Fokus der intensivierten Jagd stehen ausländische Staatsangehörige, die über thailändische Strohmänner illegal Unternehmen führen. „Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, dass beide Behörden den Informationsaustausch beschleunigen, damit die Prävention und Unterbindung illegaler Geschäfte klare und konkrete Ergebnisse liefert“, wird Poonpong Naiyanapakorn in einer Mitteilung zitiert.
Die Botschaft an Trittbrettfahrer und die Hintermänner von Briefkastenfirmen ist unmissverständlich: Die Behörden wollen Betrügern nicht länger zusehen, wie sie ihre Aktivitäten ausweiten. Poonpong betonte, die Maßnahmen sollen verhindern, dass der Wirtschaft des Landes größerer Schaden zugefügt wird.
Macht der verknüpften Daten
Um diesen Schlag ausführen zu können, greifen die Beamten auf einen gewaltigen Datenpool zurück. Verknüpft werden Informationen zu Steuerzahlungen, nicht auffindbaren Geschäftsadressen und Details zu Anteilseignern sowie Finanzberichten. Auch Daten von Joint Ventures und ausländischen juristischen Personen fließen in die Analyse ein.
Schon heute verfügen beide Behörden über tiefgreifende Informationen zu sämtlichen juristischen Personen im ganzen Land. Da die Methoden der Gesetzesbrecher jedoch immer ausgefeilter werden, soll der lückenlose Abgleich nun die entscheidenden Muster und Verdachtsfälle aufdecken.
Geplante Inspektion und härtere Konsequenzen
Das DBD wird die aufbereiteten Informationen analysieren und dann direkt handeln. Geplant sind gezielte Vor-Ort-Inspektionen bei Firmen, die als besonders risikoreich eingestuft werden und die gesetzlichen Auflagen missachten. Wer durch das Raster fällt, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen.
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Zusätzlich wollen die Behörden künftig weitere Partnerbehörden einbinden. Ziel ist ein behördenübergreifendes Vorgehen, um die notwendigen gesetzlichen Maßnahmen mit der geballten Macht aller zuständigen Ämter durchzusetzen.



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