BANGKOK – Fünf Vietnamesen sind nach einem gezielten Zugriff der thailändischen Einwanderungsbehörde in zwei Wohnungen im Sukhumvit-Gebiet in Bangkok festgenommen worden. Die Gruppe steht im Verdacht, Ketamin besessen und Methamphetamin konsumiert zu haben, und soll auf Ersuchen der vietnamesischen Behörden in ihre Heimat abgeschoben werden.
Über eine Stunde lang klopften Beamte vergeblich
Die Ermittler der Abteilung 1 der Einwanderungsbehörde hatten einen Durchsuchungsbeschluss des Strafgerichts Süd-Bangkok in der Tasche. Doch als sie am Zielort eintrafen, reagierte zunächst niemand auf ihr Klopfen.
Erst nach rund eineinhalb Stunden öffneten die Bewohner die Tür. In dieser Zeit will die Polizei wiederholt das Rauschen einer Toilettenspülung gehört haben – offenbar ein hastiger Versuch, belastendes Material loszuwerden.
Ketamin, Meth und Drogenzubehör in der Wohnung
Im ersten Apartment trafen die Beamten auf den von Vietnam gesuchten Mr. Tran, zwei Frauen namens Miss Thi und einen Mann namens Mr. Huy. Sie beschlagnahmten 2,14 Gramm Ketamin in einem Druckverschlussbeutel, diverse Drogenutensilien und insgesamt acht Beweisstücke.
In der Toilette entdeckten die Ermittler Rückstände. Ein Test des Wassers bestätigte, dass es sich um Methamphetamin handelte, das mutmaßlich kurz zuvor heruntergespült werden sollte.
Beweise landeten im Gebüsch
Während die Polizei das erste Zimmer durchsuchte, machte die Gebäudeverwaltung eine brisante Entdeckung: Unbekannte hatten Gegenstände aus dem Fenster des Gebäudes geworfen. Die Beamten stellten daraufhin einen Edelstahlbehälter und sieben wiederverschließbare Beutel sicher.
Sechs dieser Beutel enthielten Methamphetamin-Tabletten. Wer genau die Drogen aus dem Fenster warf, ist noch nicht restlos aufgeklärt.
Eine dritte Miss Thi in Zimmer zwei
In der zweiten Wohnung stießen die Ermittler auf eine weitere Frau, die ebenfalls Miss Thi heißt, und weiteres Zubehör für den Drogenkonsum.
Urintests brachten schließlich bei allen fünf Festgenommenen das gleiche Ergebnis: positiv auf Methamphetamin.
Widerrufenes Visum und eine Abschiebung, die bevorsteht
Gegen die ersten drei Verdächtigen wird nun wegen gemeinschaftlichen Besitzes von Ketamin und des Konsums von Methamphetamin ermittelt. Einem vierten Verdächtigen wird zudem vorgeworfen, sich trotz abgelaufener Aufenthaltsgenehmigung noch in Thailand aufgehalten zu haben.
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Die thailändischen Behörden hatten das Visum des Hauptverdächtigen Mr. Tran bereits widerrufen, bevor sie ihn aufspürten. Nach Abschluss aller Gerichtsverfahren in Thailand sollen die Gesuchten nach Vietnam abgeschoben werden, um sich dort den Anklagen wegen Drogenhandels zu stellen.
Polizei ruft zu Hinweisen auf
Die fünf Beschuldigten wurden an die Lumpini Police Station überstellt. Die Einwanderungsbehörde nutzt diesen Fall, um die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern hervorzuheben.
Zugleich fordert sie die Öffentlichkeit auf, Ausländer, die möglicherweise in Straftaten verwickelt sind, bei den örtlichen Einwanderungsbüros oder unter der Hotline 1178 zu melden.



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