PHUKET – Ein mutmaßlicher Entführer ist am 6. Juli in Phuket gefasst worden, nachdem er seine Ex-Freundin mit einer Schusswaffe und einem Messer bedroht und verschleppt hatte. Der Mann soll sein Opfer zur Flucht nach Ranong gezwungen und dort misshandelt haben.
Festnahme nach Flucht über Chumphon
Die Ermittlungsabteilung der Provinzpolizei Phuket nahm den Tatverdächtigen, der nur als Natthapong identifiziert wurde, am 6. Juli gegen 14:00 Uhr fest. Der Mann war zuvor von Ranong aus über Chumphon nach Phuket gereist, um sich den Behörden zu entziehen.
Ein Team unter der Leitung von Polizeioberstleutnant Sophonnat Nayaw spürte den Mann auf, nachdem Informationen über seinen Aufenthaltsort eingegangen waren. Die Beamten arbeiteten bei dem Einsatz eng mit der Polizeistation Mueang Ranong und der Ermittlungsabteilung der Provinz Ranong zusammen.
Gewaltsame Verschleppung und Raub
Das 34-jährige Opfer aus Kanchanaburi hatte zuvor bei der Polizei in Mueang Ranong Anzeige erstattet. Sie gab an, dass ihr ehemaliger Freund sie mit einer Schusswaffe und einem Messer bedroht sowie 5.000 Baht Bargeld geraubt habe.
Unter Zwang musste die Frau nach Süden fahren, während der Täter sie gegen ihren Willen festhielt. Während der Fahrt soll der Mann sie wiederholt körperlich angegriffen haben.
Zwang zur Vernichtung von Dokumenten
Nach der Ankunft in Ranong zwang der Beschuldigte die Frau, ihre persönlichen Ausweispapiere zu verbrennen. Mit dieser Maßnahme wollte er das Opfer an einer möglichen Flucht hindern.
Die Frau konnte sich schließlich befreien, nachdem der Mann ihr die Fahrzeugschlüssel überlassen hatte und sich entfernte. Sie suchte daraufhin Hilfe bei Mitarbeitern einer Shell-Tankstelle im Bezirk Mueang Ranong, die die Polizei alarmierten.
Widerstand bei der Polizeizugriff
Bei der Festnahme in Phuket leistete der Verdächtige erheblichen Widerstand. Er griff mehrfach in Richtung seines Hosenbundes, was bei den Beamten die Sorge auslöste, er könne eine Schusswaffe bei sich tragen.
Aufgrund der Vorabinformationen des Opfers über die Bewaffnung des Mannes überwältigten die Polizisten den Verdächtigen schnell. Er wurde über die Vorwürfe und seine gesetzlichen Rechte informiert und anschließend zur Polizeistation Mueang Ranong überstellt.
Ermittlungen und medizinische Versorgung
Das Opfer wurde nach der Tat zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei stuft den Vorfall als Erpressung, Androhung von Tötungsdelikten, Körperverletzung und rechtswidrige Freiheitsberaubung ein.
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Die polizeilichen Ermittlungen zu dem Fall dauern derzeit weiter an.



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