CHIANG MAI – Ein Vermieter traute seinen Augen nicht, als er nach dem Auszug eines Ehepaars die Wohnung betrat: Müllberge türmten sich bis über Kopfhöhe, benutzte Hygieneartikel lagen herum, Essensreste verschimmelten – und in Dutzenden Flaschen hatte das Paar Urin gesammelt. Um andere Wohnungsbetreiber zu warnen, machte Keng Indigo den Fall auf Facebook öffentlich.
Müllgebirge und Urin-Flaschen: So sah die Unterkunft aus
Die Mieter hatten die Wohnung im Stadtteil Si Ping Mueang etwa drei bis vier Jahre bewohnt. Wenige Stunden nach ihrem Auszug öffnete der Verwalter die Tür und fand einen kaum vorstellbaren Zustand vor.
Plastiktüten, Wasserflaschen, Essensreste und gebrauchte Damenbinden stapelten sich zu Hügeln. Daneben standen reihenweise Flaschen, in die das Paar uriniert hatte – ein beißender Gestank lag in der Luft.
Vermieter stellt Paar auf Facebook an den Pranger
Keng Indigo veröffentlichte Bilder, ein Video und einen wütenden Text. „Ich hätte nie gedacht, dass ich solche Mieter erleben würde“, schrieb er und fragte sinngemäß, wie zwei Eheleute derart hausen könnten.
Ihm sei ein Rätsel, warum das Paar selbst zum Toilettengang zu bequem gewesen sei. Um andere Vermieter zu schützen, kündigte er an, den Beitrag in einer Gruppe für Wohnheime in Chiang Mai zu teilen.
Zahlungsrückstände und vergebliche Kulanz
Laut dem Verwalter hatte es schon länger Ärger wegen ausbleibender Miet- und Stromzahlungen gegeben. Er sei den Mietern mehrfach entgegengekommen und habe Ratenzahlungen erlaubt.
Dennoch seien die Überweisungen nie pünktlich eingegangen. Schließlich forderte er die beiden zum Auszug auf – und entdeckte kurz darauf das ganze Ausmaß der Verwahrlosung.
Tausende teilen den Ekel-Fund – Kritik am Paar
Der Facebook-Post verbreitete sich rasant in sozialen Netzwerken. Vor allem Bürger und Bewohner von Chiang Mai kommentierten und teilten die Aufnahmen massenhaft.
Viele Nutzer zeigten sich entsetzt und kritisierten das Verhalten der Mieter scharf. Der Fall wurde zur Lokalnachricht, die weit über den ursprünglichen Beitrag hinaus Wirkung zeigte.
Kein Interview, aber eine klare Botschaft
Reportern erteilte Keng Indigo keine formelle Auskunft, bestätigte aber den geschilderten Ablauf. Er wiederholte, mit der Veröffentlichung andere Apartment-Betreiber warnen zu wollen.
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Ob er rechtliche Schritte gegen das Paar einleitet, blieb zunächst offen. Sein Post endete mit den Worten: „Betrachtet es als eine Wohltat an die falschen Leute – eine Lektion fürs Leben.“



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