BANGKOK – Das Thailändische Meteorologische Amt warnt vor einer massiven Unwetterfront: In den kommenden 24 Stunden drohen 34 Provinzen heftige Gewitter, Starkregen und gefährliche Sturzfluten. Ein Tiefdruckgebiet über dem oberen Vietnam und der Südwest-Monsun bringen die Wassermassen.
Gewitterzelle mit Sturzflut-Gefahr
Seit gestern Abend wurde es vor allem im Osten und Nordosten ungemütlich. Das Meteorologische Amt rechnet dort auch heute noch mit stellenweise sintflutartigem Starkregen.
Die Behörde fordert Anwohner in Hanglagen und an Wasserläufen auf, sich vor plötzlich anschwellenden Wildbächen und Überschwemmungen in Senken in Acht zu nehmen.
Ostküste und Nordosten besonders betroffen
Den Prognosen zufolge muss der Großteil des Isan mit Gewittern rechnen – konkret fallen 60 Prozent der Region unter die Warnung. Besonders heftig trifft es Provinzen entlang des Mekong, darunter Nong Khai, Bueng Kan und Ubon Ratchathani.
Auch im Osten des Landes, etwa in Chanthaburi und Trat, sowie im Norden in Chiang Mai und Nan muss mit heftigen Regenfällen und örtlichen Gewittern gerechnet werden.
Kleine Schiffe sollen im Hafen bleiben
Der Wind aus Südwest sorgt für moderaten bis starken Seegang. Im oberen Golf von Thailand und in der Andamanensee türmen sich die Wellen auf bis zu zwei Meter Höhe.
Das Meteorologische Amt führt eine dringende Warnung für alle Schiffsführer mit sich: In Gewitterzonen können die Wellen weit über zwei Meter hoch ausschlagen. Das Befahren dieser Gebiete solle unbedingt vermieden werden.
Taifun „Bawi“ bedroht Taiwan und China
Während Thailand mit dem Monsun kämpft, braut sich über dem Pazifik ein schwerer Tropensturm zusammen. Taifun „Bawi“ nimmt aktuell Kurs auf Taiwan.
Berechnungen zufolge wird er voraussichtlich zwischen dem 11. und 12. Juli mit voller Wucht auf die Ostküste Chinas treffen. Für Thailand besteht durch „Bawi“ allerdings keine Gefahr, der Taifun zieht nicht in diese Richtung.
Südwest-Monsun steuert das Wettergeschehen
Weite Teile Bangkoks, der Zentralregion und des Südens erwarten Gewitter, allerdings in abgeschwächter Form. In der Hauptstadt selbst und im Umland bleibt es bei 30 Prozent Regenrisiko zwar meist wechselhaft, aber mit Temperaturen um die 35 Grad schwülwarm.
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An der beliebten Westküste im Süden, also in Phuket, Krabi und Trang, bläst der Wind kräftig mit bis zu 35 Kilometern pro Stunde.
Ostküste Südthailands mit Sturzflutgefahr
Auch an der Ostküste Südthailands müssen die Provinzen Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Phatthalung, Songkhla, Yala und Narathiwat mit heftigen Regenfällen und Sturzfluten rechnen. Das Meteorologische Amt warnt vor den Gefahren durch Starkregen und Ansammlungen von Regenwasser.
Die Bevölkerung in diesen Gebieten wird zur Vorsicht aufgerufen, insbesondere in Hanglagen und nahe Wasserläufen. Auch für die Schifffahrt im Golf von Thailand bestehen bei Gewittern Einschränkungen.
So wird das Wetter in den Regionen
Im kühleren Norden zwischen Mae Hong Son und Phetchabun pendeln sich die Höchstwerte bei 35 Grad ein. Im Nordosten steigt das Thermometer auf ähnliche Werte, die Nächte kühlen auf bis zu 23 Grad ab.
Für alle 34 genannten Provinzen gilt: Die größte Gefahr kommt nicht von der Temperatur, sondern vom Regen. Vor allem von den Sturzbächen aus den Bergen ist die Bevölkerung akut bedroht.



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