4.000 Studenten in Thailand mit gefährlichen Leberparasiten infiziert

Fermentierter Fisch im Papayasalat löst an der Mahasarakham-Universität ein medizinisches Fiasko aus. Der Gesundheitsminister schlägt Alarm, während die Krebsgefahr in den Körpern der Opfer lauert.

4.000 Studenten in Thailand mit gefährlichen Leberparasiten infiziert
Photo by sirasit gullasu on Unsplash

BANGKOK – Nach einem Massenbefall mit Leberegeln an der Mahasarakham-Universität warnt Thailands Gesundheitsminister eindringlich vor rohem Som Tum. 4.233 Studenten wurden positiv auf die gefährlichen Parasiten getestet. Auslöser ist fermentierter roher Fisch, der in der Isaan-Küche tief verwurzelt ist. Die Behörden rufen jetzt zum konsequenten Durchgaren aller Speisen auf.

4.233 Studenten mit Leberegeln infiziert

An der Mahasarakham-Universität im Nordosten Thailands hat eine Reihenuntersuchung ein erschreckendes Ergebnis gebracht. 4.233 junge Erwachsene tragen Leberegel in sich.

Gesundheitsminister Phatthana Phromphat informierte am 7. Juli 2026 im Regierungshaus über die Zahlen. Die Parasiten wurden über eine neue, empfindlichere Urin-Testmethode entdeckt.

Auslöser: Rohes Pla Ra im Som Tum

Die Infizierten hatten nach Angaben des Ministers Som Tum mit rohem, fermentiertem Fisch gegessen. Pla Ra ist in der traditionellen Isaan-Küche allgegenwärtig.

Für viele gehört der würzige Papayasalat mit rohem, vergorenem Fisch einfach dazu. Genau darin liegt die Gefahr, die jetzt tausende Studenten zu spüren bekommen.

Urintest schlägt Alarm – Stuhlprobe muss bestätigen

Minister Phromphat erklärte, der neue Test ähnele einem ATK-Test und reagiere wesentlich empfindlicher als die herkömmliche Suche nach Eiern im Stuhl.

Dennoch sei eine Stuhluntersuchung nötig, um ein sicheres Ergebnis zu erhalten. Nur so lasse sich ausschließen, dass es sich um einen Laborbefund ohne tatsächlichen Befall handelt.

Behörden starten Kampagne für gekochtes Essen

Der Staatssekretär des Gesundheitsministeriums wies das Provinz-Gesundheitsamt Mahasarakham noch am Morgen an, massiv für den Verzehr gekochter Speisen zu werben.

Dabei gehe es nicht um ein Verbot, sondern um Aufklärung und Vorsicht. Die Behörde will die Bevölkerung ermuntern, nur noch vertrauenswürdige, durchgegarte Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Gallengangskrebs bleibt eine stille Gefahr

Der Minister betonte, dass die Rate von Gallengangskrebs in Thailand weiterhin hoch sei. Leberegelinfektionen können unbehandelt zu diesem Krebs führen.

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Deshalb müsse die Früherkennung ausgeweitet werden. Die jetzigen Zahlen zeigten, wie weit verbreitet die Parasiten tatsächlich sind.

„Tradition ist verständlich – aber Gesundheit geht vor“

Der Minister respektierte die Esskultur, forderte die Menschen aber auf, bei Som Tum auf die Herkunft des Fisches und vollständiges Durchgaren zu achten.

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Quelle: Thairath

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